Arbeitslosenquote sinkt weiter

Der Arbeitsmarkt im Allgäu bleibt auch im Juni auf Erholungskurs

veröffentlicht am 30.06.2021

Gute Aussichten: das Arbeitsmarktbarometer Juni 2021 für den Wirtschaftsraum Memmingen. Quelle: Agentur für Arbeit Kempten/Memmingen

Memmingen/Allgäu (dl). Der Arbeitsmarkt im Allgäu holt im Juni weiter auf. Dies meldet die Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. Weitere Lockerungen, insbesondere in Handel und Tourismus, führten zu zusätzlichen Beschäftigungen und ließen die Zahl der arbeitslosen Menschen zurückgehen. Die Arbeitslosenquote ging aktuell auf 2,8 Prozent zurück.

Niedrigere Inzidenzwerte und damit einhergehende weitere Lockerungen führten im bayerischen Teil des Allgäus zu einer weiteren Stärkung des regionalen Arbeitsmarktes. Erneut waren weniger Menschen bei den Vermittlern arbeitslos gemeldet, gleichzeitig nahm die Nachfrage nach zusätzlichen Arbeitskräften nochmals zu. Im Juni erreichte die Arbeitslosenquote mit 2,8 Prozent erstmals seit Beginn der Coronavirus-Pandemie eine Zwei vor dem Komma. Damit wurde der Wert aus dem Vormonat um 0,2 Prozentpunkte unterschritten, der Vergleich mit dem Ergebnis des Vorjahres zeigt sogar eine Verbesserung um 0,5 Prozentpunkte. Aktuell waren 1.060 Frauen und Männer weniger arbeitslos als im Mai. Insgesamt betreuten die Vermittler erstmals seit April des vergangenen Jahres mit 10.820 Personen weniger als 11.000 arbeitslose Menschen.

"Kurzarbeit war eine wichtige Stütze"

„Der Arbeitsmarkt im Allgäu hat sich zuletzt von den Auswirkungen der Corona-Pandemie weiter erholt und gefestigt. Weitere Lockerungsschritte insbesondere für Handel und Tourismusgewerbe haben zu einer Stabilisierung beigetragen. Die erneute Zunahme bei der Nachfrage nach Arbeitskräften bestätigt, dass zahlreiche Unternehmen positive Erwartungen mit der Geschäftsentwicklung der kommenden Monate verbinden“, sagt Maria Amtmann, Leiterin der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. „Kurzarbeit war für zahlreiche Unternehmen während der Krise eine wichtige Stütze. Auch bisher in Kurzarbeit befindliche Betriebe haben ihre Mitarbeitenden aufgrund der Lockerungen wieder vermehrt beschäftigt, sind jedoch zumindest in Teilen noch nicht zum Regelbetrieb zurückgekehrt.“

Seit dem Beginn der Viruspandemie im März des vergangenen Jahres waren beim Vergleich der Monatsdaten jeweils mehr Menschen arbeitslos gemeldet als im Vorjahresmonat. Seit April dieses Jahres gilt dies nicht mehr, denn beide Monate, die miteinander verglichen werden, fallen in den Pandemiezeitraum. Um die arbeitsmarktliche Entwicklung besser einordnen zu können, hilft ein Blick auf die Ergebnisse aus der Zeit vor Beginn der Viruskrise. So waren im Juni 2019 gut 2.400 Menschen weniger arbeitslos als im aktuellen Monat. Die Arbeitslosenquote erreichte seinerzeit ein Ergebnis von 2,2 Prozent. Dennoch bleibt weiterhin ein sichtlicher Abstand zu den Ergebnissen der zurückliegenden Jahre.

Arbeitslosigkeit im Juni

Im Juni meldeten sich gut 1.000 Menschen neu bei den Vermittlern arbeitslos, die zuletzt eine Erwerbstätigkeit ausgeübt hatten. Das war die niedrigste Zahl seit viereinhalb Jahren. Auf dem regionalen Arbeitsmarkt gibt es wieder stärkere Bewegungen, denn aktuell starteten auch mehr als 1.900 Frauen und Männer in eine neue Beschäftigung und beendeten dadurch ihre Zeit der Arbeitslosigkeit. Dies ist die höchste Zahl seit April 2018.