Arbeitsmarkt zwar robust, aber rückläufige Zahlen

Bundesweit wie regional leichter Anstieg der Quote um 0,1 Prozent

veröffentlicht am 03.01.2020

Nürnberg/Kempten/Memmingen (dl/rad). Die schwächelnde Konjunktur wirkt sich nun auch auf die Arbeitslosenzahlen aus. Bundesweit ist die Arbeitslosenquote im Dezember angestiegen, auf nun 4,9 Prozent. Auch in unserer Region zeigt sich der Arbeitsmarkt zwar robust, aber mit ansteigender Arbeitslosenquote. Allgäuweit liegt die bei 2,5 Prozent, im Wirtschaftsraum Memmingen bei 2,3 Prozent. Mit 1,8 Prozent liegt der Landkreis immer noch unter der 2-Prozentmarkt – mußte aber auch einen Anstieg um 0,1 Prozentpunkte (wie Bundes- und Allgäuweit sowie Memmingen hinnehmen).

Im Jahresdurchschnitt 2019 ging die Arbeitslosenzahl aber im Vergleich zu 2018 um 73.000 zurück. „2019 war für den Arbeitsmarkt im Allgäu wieder ein erfolgreiches Jahr. Weniger Menschen waren arbeitslos als in den Jahren zuvor und noch nie hatten so viele Menschen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wie im vergangenen Jahr,“ zieht Maria Amtmann, Leiterin der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen, ein positives Fazit und verweist auf die durchschnittliche Quote von 2,4 Prozent und einer durchschnittlichen Arbeitslosenzahl von 9.117, die niedrigste im Vergleich der letzten zehn Jahre. Erst in den letzten Wochen seien konjunkturelle Einflüsse auf dem Arbeitsmarkt in unserer Region erkennbar gewesen.

Zum Jahreswechsel nahm die Arbeitslosigkeit allgäuweit aber eben zu und erreichte eine Arbeitslosenquote von 2,5 Prozent. Aufgrund der für die Jahreszeit milden Witterung meldeten sich nur wenige Menschen aus Außenberufen arbeitslos. Insbesondere Anfang des Monats wurden nochmals etliche Frauen und Männer aus der Hotellerie/Gastronomie beschäftigungslos, da Betriebe in dieser Branche erst unmittelbar vor den Weihnachtsfeiertagen wieder vermehrt Arbeitsmöglichkeiten aufgrund von ankommenden Feriengästen anbieten.

Vor dem Jahresausklang gaben Betriebe weniger Stellen neu zur Besetzung herein als in den Monaten zuvor. Dies ist zum Jahreswechsel nicht ungewöhnlich, da Arbeitgeber Neueinstellungen auf die Zeit nach den Feiertagen zurückstellen. Daneben agieren Unternehmen bei ihrer Personalplanung aufgrund konjunktureller Unsicherheiten bei ihrer Personalplanung zurückhaltender und schränken ihren Personalbedarf ein. Gut 1.040 Stellenangebote stellten Betriebe im Dezember neu zur Verfügung.

(Grafiken: Agentur für Arbeit)