Erneuter Rückgang der Arbeitslosenzahlen

Spitzenwerte in Memmingen und Unterallgäu

veröffentlicht am 29.03.2019

Nürnberg/Kempten/Memmingen (dl/rad). Die Agentur für Arbeit meldet für den März 2019 erneut gesunkene Arbeitslosenzahlen. Bundesweit lag die Quote bei 5,1 Prozent, im Wirtschaftsraum Memmingen bei 2,2 Prozent und im Unterallgäu bei 1,9 Prozent – was jeweils einen Rückgang um 0,2 Prozentpunkte bedeutet.

Detlef Scheele, der Chef der Bundesagentur erklärte auf der entsprechenden Pressekonferenz, dass sich der Arbeitsmarkt alles in allem weiter günstig entwickelt hätte, obwohl der konjunkturelle Rückenwind nachgelassen habe.

Im Frühlingsmonat März hat auch der Arbeitsmarkt im Allgäu weiter aufwärts. Weniger Menschen waren bei den Vermittlern arbeitslos gemeldet. Gleichzeitig bewegte sich der Bedarf an Arbeitskräften weiterhin auf hohem Niveau. „Der Arbeitsmarkt startete gut ins Frühjahr. Weniger Menschen waren ohne Beschäftigung, das gilt sowohl im Vergleich zum Vormonat wie auch zum März des vergangenen Jahres“, sagt Maria Amtmann, Leiterin der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. „Auch für Tätigkeiten im Freien waren dieses Mal im März weniger Menschen arbeitslos gemeldet als im vergangenen Jahr. Eine ganze Reihe von Kräften in Außenberufen hat bereits wieder eine Arbeit aufgenommen.“

Zwischenbilanz Ausbildungsmarkt

Viele Arbeitgeber setzen im Allgäu auf eine Ausbildung junger Menschen im eigenen Betreib um mittelfristig weitere qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen. Die hohe Zahl an gemeldeten Ausbildungsstellen, die Unternehmen zur Verfügung stellen, macht das deutlich. Demgegenüber melden sich weniger junge Menschen bei den Berufsberatern, weil sie sich für eine betriebliche Ausbildung interessieren. Mit beinahe 5.400 Angeboten erreichte die Zahl der zur Verfügung gestellten Ausbildungsstellen ein Allzeithoch. 3.200 ausbildungsinteressierte junge Menschen – damit ist im dritten Jahr in Folge ein Rückgang auf Seiten der jungen Ausbildungsbewerber zu erkennen. Auch wenn diese Ergebnisse lediglich eine erste Zwischenbilanz darstellen, ist bereits jetzt erkennbar, dass zum Ausbildungsstart nicht jede Ausbildungsstelle besetzt sein wird. Bereits seit mehreren Jahren übersteigt das Angebot an Ausbildungsplätzen die direkte Nachfrage junger Menschen über die Berufsberatung. Das hat mehrere Gründe: Schülerinnen und Schüler informieren sich über verschiedene Onlinekanäle über Ausbildungsmöglichkeiten und angebotene Ausbildungsplätze. Noch während der Schulzeit absolvieren Jugendliche Praktika in verschiedenen Betrieben und nutzen ihre Chance auf einen Ausbildungsvertrag, der ihnen direkt angeboten wird. Das Angebot an weiterführenden Schulen (FOS/BOS) sowie daran anschließenden Studienmöglichkeiten wird weiter intensiv genutzt um einen höheren Schul- bzw. Studienabschluss zu erwerben. Nicht zuletzt geht die Gesamtzahl der Schulabsolventen aufgrund der demografischen Entwicklung zurück.

(Grafiken: Agentur für Arbeit)