Frühjahrsbelebung senkt Arbeitslosenzahl

Quoten gehen zurück

veröffentlicht am 29.04.2021

Nürnberg/Kempten/Memmingen (dl). Die Arbeitslosenzahlen gehen durch die anhaltende Frühjahrsbelebung zurück, auch wenn die Einschränkungen in einigen Branchen die Entwicklung bremsen. Bundesweit ist die Quote auf nun 6,0 Prozent gesungen, der Wirtschaftsraum Memmingen meldet 2,7 Prozent, das ist geweils ein Rückgang um 0,2 Punkte. Im Landkreis Unterallgäu liegt die Quote bei 2,4 Prozent (- 0,1).

Detlef Scheele, der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), erkärft auf der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg: „Durch die Frühjahrsbelebung entwickelt sich der Arbeitsmarkt solide. Die anhaltenden Einschränkungen in vielen Bereichen bremsen die Erholung zwar, führen aber insgesamt zu keinen neuen Belastungen.“,

Auch der Bayerische Teil des Allgäus meldet eine Verbesserung. Weniger Menschen waren bei den Vermittlern arbeitslos gemeldet, die Nachfrage nach Arbeitskräften erreichte ein ähnlich hohes Niveau wie im Monat zuvor. Dabei blieb die Viruspandemie weiterhin ein prägendes Element. „Der Arbeitsmarkt startete gut ins Frühjahr und zeigt sich in der Pandemie als Stabilitätsanker. Weniger Menschen waren ohne Beschäftigung, das gilt sowohl im Vergleich zum Vormonat wie auch zum April des vergangenen Jahres“, sagt Maria Amtmann, Leiterin der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. „Für Tätigkeiten im verarbeitenden Gewerbe, im Gesundheitswesen und in einer Reihe weiterer Branchen bieten Arbeitgeber mehr Stellen zur Besetzung an als in den letzten Monaten. Das eröffnet Chancen auf eine neue Beschäftigung für verschiedene Personengruppen.“

Der Arbeitslosenquote ging im April auf 3,2 Prozent zurück, sie lag damit um 0,2 Prozentpunkte günstiger als im Monat zuvor. Der Vergleich mit dem Vorjahr zeigt eine Verbesserung um 0,1 Prozentpunkte. Aktuell waren 12.566 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das bedeutete einen Rückgang um gut 560 Menschen im Vergleich zum März.

Seit dem Beginn der Coronavirus-Pandemie im März des vergangenen Jahres waren beim Vergleich der Monatsdaten kontinuierlich mehr Menschen arbeitslos gemeldet als im Vorjahresmonat. Für den April dieses Jahres gilt dies erstmals nicht mehr, denn im Vergleich zum April 2020 ging die Arbeitslosigkeit um gut 90 Kräfte zurück. Dies hat auch damit zu tun, dass nun erstmals beide Monate, die miteinander verglichen werden, innerhalb der Corona-Krise liegen.

Arbeitslose Menschen

Unter den arbeitslos gemeldeten Menschen befanden sich 1.316 Frauen und Männer, die sich nach einer Erwerbstätigkeit neu arbeitslos meldeten. Die höchste Zahl an neu arbeitslosen Menschen mit gut 120 Kräften hatte zuletzt in Büro und Sekretariat gearbeitet. Etwas mehr als 100 Mitarbeitende aus Verkaufstätigkeiten wurden ebenfalls entlassen. Ferner waren aus dem Logistiksektor 90 Beschäftigte von Entlassung betroffen, aus dem Bereich der Lebensmittelverarbeitung waren es etwas mehr als 70 Frauen und Männer.

Der Arbeitsmarkt zeigte sich insgesamt weiter aufnahmefähig. Mehr als 1.620 Menschen starteten in eine neue Beschäftigung, die höchste Zahl seit Juni des vergangenen Jahres. Unter ihnen befanden sich zahlreiche Mitarbeitende für Tätigkeiten in Außenberufen. 170 Kräfte nahmen eine Beschäftigung im Baugewerbe als Maurer oder Transportgeräteführer auf. Der Garten- und Landschaftsbau bot 40 Mitarbeitern einen neuen Arbeitsvertrag. Des Weiteren beendeten mehr als 160 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung in Maschinenbau und Metallbearbeitung. Und 120 Bürokräfte konnten ebenfalls einen neuen Job antreten.

Grafiken: Agentur für Arbeit