Wenig Bewegung bei den Arbeitsmarktzahlen

Quoten bleiben unverändert - Unterallgäu mit gutem Wert

veröffentlicht am 05.01.2021

Nürnberg/Kempten/Memmingen (dl/rad). Der Arbeitsmarkt in Deutschland und der Region hat sich zuletzt nur wenig bewegt, die Zahl der arbeitslosen Menschen ist nur leicht angestiegen. Die Quoten bleiben allerdings unverändert bei deutschlandweit 5,9 Prozent, ebenso mit 2,9 Prozent für den Wirtschaftsraum Memmingen sowie 2,4 Prozent im Unterallgäu.

Damit hat der Landkreis die viertniedrigste Arbeitslosenquote in Bayern, bei 2.032 arbeitslosen Menschen im Dezember.

„Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im Dezember gestiegen – aber nicht so stark wie sonst in diesem Monat. Die Anzeigen für Kurzarbeit haben wieder zugenommen – jedoch nur in begrenztem Umfang“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg. Die Arbeitslosigkeit ist von November auf Dezember geringer angestiegen als sonst üblich. Mit 2.707.000 liegt die Zahl der Arbeitslosen 8.000 höher als im Vormonat.

Auch im Allgäu nahm die Arbeitslosigkeit leicht zu. Im Dezember erreichte die Arbeitslosenquote den Wert von allgäuweit 3,2 Prozent und lag damit um 0,1 Prozentpunkte über der Novembermarke.

Vor dem Jahreswechsel war der Arbeitsmarkt etwas weniger in Bewegung als in den Monaten zuvor. Erfreulicherweise meldeten sich nach einer Erwerbstätigkeit 460 Frauen und Männer weniger neu arbeitslos als im November. Auch im Dezember 2019 waren es 190 Kräfte mehr, die sich bei den Vermittlern arbeitslos meldeten.

Die Auftragslage im Bau und anderen Außengewerken ist weiter gut. Daher meldeten sich nur wenige Menschen aus Außenberufen arbeitslos.

Schwierige Lage im Tourismusgewerbe

Anders die Situation im Tourismusgewerbe. Etwas mehr als 340 Köche und Servicekräfte aus Hotellerie und Gastronomie wurden beschäftigungslos. Daneben wurden 130 Mitarbeiter aus dem Logistiksektor neu arbeitslos sowie eine ganze Reihe von Mitarbeitern aus dem Verkauf und aus Büroberufen. Insgesamt nahm die Arbeitslosigkeit bei Männern im Vergleich zum November stärker zu als bei Frauen.

Das lässt sich auch darauf zurückführen, dass Männer stärker in Fertigungsberufen tätig sind. Frauen arbeiten in vermehrtem Umfang in Bereichen, die etwas weniger von Pandemie und anderen Einflüssen geprägt sind, wie beispielsweise Pflege, Erziehung oder Dienstleistungsbereich.

In den Wochen vor dem Jahresausklang geben Betriebe bereits seit mehreren Jahren weniger Stellen neu zur Besetzung herein als in den Monaten zuvor. Mit etwa 930 neuen Beschäftigungsmöglichkeiten stellten Betriebe im Dezember 220 weniger als im Monat zuvor bereit. Im Vergleich zum Dezember 2019 bedeutete es einen Rückgang um knapp 110 neue Stellenangebote.

(Grafiken: Agentur für Arbeit)