Neuerlicher Frühjahrsaufschwung

Arbeitslosenquote sinkt weiter

veröffentlicht am 30.04.2019

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Nürnberg/Kempten/Memmingen (dl/rad). Der Arbeitsmarkt in Deutschland und der Region boomt weiter. Bundesweit meldet die Agentur für Arbeit eine Verbesserung der Arbeitslosenquote auf 4,9 Prozent (Minus 0,2 Prozent zum Vormonat), im Wirtschaftsraum Memmingen auf 2,1 (Minus 0,1) Prozent. Mit 1,7 (Minus 0,2) Prozent liegt das Unterallgäu weiter unter den besten fünf Landkreisen bundesweit.

"Mit der anhaltenden Frühjahrsbelebung sind Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung im April erneut gesunken, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nimmt weiter zu, und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern bewegt sich auf einem sehr hohen Niveau", so die Aussage von Detlef Scheele, dem Vorstandsvorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit bei der Präsentation der Zahlen auf der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Auch in unserer Region vermelden die Agenturen eine weiter erfreuliche Entwicklung. Jahreszeitliche Gründe führten zu einer weiteren Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt im Allgäu. Mehr Menschen in Beschäftigung und eine anhaltende Nachfrage nach Arbeitskräften kennzeichnen das Ergebnis für den April. Entsprechend ging die Arbeitslosenquote allgäuweit auf 2,4 Prozent zurück. Sie verbesserte sich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte, im April des vergangenen Jahres hatte sie noch den höheren Wert von 2,6 Prozent erreicht. Der Wirtschaftsraum Memmingen verzeichnet ebenfalls einen Rückgang um 0,1 Prozentpunkte auf nun 2,1 Prozent.

Weiter dringend gesucht: Fachpersonal

„Der Arbeitsmarkt zeigte sich auch im April anhaltend stabil. Nicht zuletzt aufgrund der anhaltend milden Witterung konnten zahlreiche Kräfte in Außenberufen wieder eine Beschäftigung aufnehmen“, sagt Maria Amtmann, Leiterin der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. „Betriebe haben weiter einen hohen Bedarf an Mitarbeitern, insbesondere Fachkräfte bleiben gefragt. Um den Bedarf an qualifizierten Beschäftigten besser decken zu können, ist neben der Einstellung neuer Kräfte stets auch die Weiterbildung bereits vorhandener Mitarbeiter ein probates Mittel. Hierbei kann die Agentur für Arbeit durch Beratung, aber auch durch nun noch günstigere finanzielle Unterstützung helfen.“

Rein rechnerisch übersteigt die aktuelle Nachfrage nach Arbeitskräften für eine Tätigkeit in der Produktion, im Baugewerbe oder in der IT-Branche die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen. In den genannten drei Bereichen ist jeweils weniger als eine Kraft je gemeldeter Stelle verfügbar.

Hoher Bedarf in sozialen Bereichen

Ähnlich sieht es in Gesundheit, Soziales und Erziehung aus. Diese Darstellung verdeutlicht den Bedarf insgesamt – ohne dass regionale Besonderheiten und gewünschte Qualifikation im Detail zum Ausdruck kommen.

(Grafiken: Agentur für Arbeit)