Relativ stabile Arbeitsmarktzahlen

Leichter Anstieg in der Region

veröffentlicht am 04.01.2022

Nürnberg/Kempten/Memmingen (dl/rad). Die Zahl der Arbeitslosen hat sich im Dezember 2021 gegenüber dem Vormonat - wie in diesem Monat üblich - leicht erhöht, der Arbeitsmarkt bleibt insgesamt aber stabil. Die Quote liegt bundesweit wie im November bei 5,1 Prozent. Im bayerischen Teil des Allgäus liegt die Quote bei 2,5 Prozent (+0,1 Punkte), im Wirtschaftsraum Memmingen bei 2,3 Prozent (+0,2 Punkte). Den besten regionalen Wert meldet der Landkreis Unterallgäu mit 2,0 Prozent bei einem leichten Anstieg von 0,1 Punkte.

"Der Arbeitsmarkt hat sich zum Jahresende gut entwickelt. Damit hat sich die Erholung der letzten Monate fortgesetzt. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung haben im Dezember saisonbereinigt erneut abgenommen. Unsicherheiten entstehen durch die pandemische Lage: die Anzeigen für Kurzarbeit sind im Dezember kräftig gestiegen.", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, auf der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg

Ereignisreiches Jahr in der Region

„Wir blicken auf ein ereignisreiches Jahr 2021 zurück, das zu Beginn von erneuten pandemiebedingten Beschränkungen geprägt war, die die konjunkturelle Kurzarbeit in unserer Region wieder in die Höhe schnellen ließ. Neben dem Hotel- und Gastro- nomiebereich sowie körpernahen Dienstleistungen war hier vor allem auch das ver- arbeitende, industrielle Gewerbe betroffen“, erklärt Maria Amtmann, Leiterin der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. „Mit Beginn der Lockerungen ab dem Spät- frühling zeigte sich das enorme wirtschaftliche Potential des bayerischen Allgäus: der Zugang an neu gemeldeten Arbeitsstellen durch die Betriebe erreichte Höchststände und in einigen Regionen wurden bei den Arbeitslosenquoten schon niedrigere Zahlen als im Vorkrisenjahr 2019 erreicht“, zeigt sie sich erfreut. „Diese positive Entwicklung stellt viele Unternehmen allerdings vor neue Schwierigkeiten: Arbeitskräftemangel ist in diesem Jahr zum drängendsten Problem der Allgäuer Unternehmen geworden – und dies betrifft nicht nur den Hotel- und Gaststätten- und Pflegebereich. Auch Lo- gistik und verarbeitendes Gewerbe suchen händeringend nach Fachkräften.“ Die seit Herbst wieder steigenden Inzidenzzahlen und die damit verbundenen Beschränkungen treffen erneut genau diese Branchen: „Während in der Pflege der Fachkräftemangel in Pandemiezeiten besonders Besorgnis erregend ist, führen zum Teil geringere Gästezahlen im Hotel- und Gastronomiebereich sowie Lieferschwierigkeiten im verarbeitenden Gewerbe wieder zu einem Anwachsen der Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld“, so Maria Amtmann.

Nichtsdestotrotz zeigt sie sich optimistisch: „Die Arbeitslosenquote ist im Dezember im Vergleich zum Vormonat saisonal zwar um 0,1 Punkte auf 2,5 Prozent gestiegen, liegt damit aber um 0,7 Punkte niedriger als noch im Dezember 2020 – exakt auf dem Niveau des Dezembers 2019. Ich bin zuversichtlich, dass die Wirtschaft sich weiterhin robust zeigt.“

(Grafiken: Agentur für Arbeit)