Weiterer positiver Trend auf dem Arbeitsmarkt

Starke Herbstbelebung sorgt bundesweit wie regional für sinkende Arbeitslosenzahl

veröffentlicht am 28.10.2021

Nürnberg/Kempten/Memmingen (dl). Eine starke Herbstbelebung hat die Zahl der arbeitslosen Menschen bundesweit wie auch in der Region weiter sinken lassen. 2,377 Millionen Menschen ohne Beschäftigung sind in den Agenturen in Deutschland gemeldet, das entspricht einer Quote von 5,2 Prozent und damit 0,2 Punkte weniger als im Vormonat. Im bayerischen Teil des Allgäus liegt die Quote bei 2,3 Prozent im Wirtschaftsraum Memmingen bei 2,2 Prozent und im Landkreis Unterallgäu bei 1,9 Prozent – jeweils ein Rückgang um 0,2 Prozentpunkte.

“Die Folgen der Corona-Krise auf dem Arbeitsmarkt sind zwar noch sichtbar, werden aber kleiner“, so Detlef Scheele, Vorstandschef der Bundesagentur. Sehr positiv ist auch der Trend in der Region: „Die Arbeitslosenzahl ist im Agenturbezirk Kempten-Memmingen weiter gesunken“, zeigt sich Maria Amtmann, Leiterin der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen, erfreut. „Die Arbeitslosenquote hat mit 2,3 Prozent fast das Niveau des Oktobers 2019 erreicht: vor zwei Jahren, also noch vor der Pandemie, lag die Quote bei 2,2 Prozent.

Besonders erfreulich ist, dass auch Personengruppen, die mit besonderen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, von der guten Stellensituation profitieren: so konnten seit dem September 161 langzeitarbeitslose Bürger eine Arbeit aufnehmen - das entspricht 5,7 Prozent weniger langzeitarbeitsloser Personen als im Vormonat. Sorge bereitet allerdings der Fachkräftemangel in der Region: hiervon sind nicht nur die Gastronomie, sondern auch Pflege und Erziehung und das verarbeitende Gewerbe stark betroffen. Obwohl der Zuwachs neuer Stellen sich im Oktober verlangsamt hat bzw. sogar stagniert, können viele Betriebe ihre vakanten Arbeitsplätze nicht adäquat besetzen. Die Arbeitsagentur unterstützt hier Unternehmen durch die passgenaue Qualifizierung arbeitsloser Personen, aber auch bereits im Betrieb Beschäftigter.“

Arbeitslosigkeit

Im Oktober ist der Bestand an Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 681 Personen zurückgegangen – dies entspricht einem Minus von 6,9 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt damit bei 2,3 Prozent. In absoluten Zahlen waren damit im bayerischen Allgäu im Oktober 9.149 Bürgerinnen und Bürger arbeitslos gemeldet. Der stärkste Rückgang an Arbeitslosigkeit ist bei der Personengruppe der unter 25-Jährigen zu verzeichnen, in der sich im Vergleich zu September 283 Personen aus der Arbeitslosigkeit abmelden konnten – ein Minus von 24,4 Prozent. Der Grund für diesen starken und saisontypischen Rückgang der Arbeitslosigkeit in dieser Gruppe liegt in dem Beginn vieler schulischer Ausbildungen und Studiengängen in der zweiten Septemberhälfte oder später, dessen Auswirkung auf die Arbeitslosenzahl erst im Oktober sichtbar wird.

Der Rückgang an Arbeitslosigkeit betrifft schwerpunktmäßig Personen, die bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet waren: bei der Arbeitsagentur waren 475 Personen weniger arbeitslos gemeldet, bei den Jobcentern waren es 206 Personen weniger.

Die meisten Personen, die sich im Oktober aus der Arbeitslosigkeit abmeldeten, nahmen eine Erwerbstätigkeit auf (1.225 Personen), 993 Personen meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab und 925 ehemals arbeitslose BürgerInnen nahmen eine Ausbildung auf oder begannen mit einer Maßnahme der Arbeits- oder Ausbildungsförderung.

In etwa gleichbleibender Stellenbestand

Im Oktober meldeten die Allgäuer Unternehmen 1.345 neue vakante Stellen bei der Arbeitsagentur – eine weniger als im Vormonat. Damit blieb auch der Bestand offener Stellen mit 6.989 in etwa gleich: er verringerte sich um zehn Stellen im Vergleich zu September (minus 0,1 Prozent). Gleichzeitig konnten die Allgäuer Betriebe im Oktober 1.359 Arbeitsplätze besetzen und meldeten diese bei der Arbeitsagentur wieder ab: damit zeigt sich – trotz einer Stagnation im Stellenbestand - ein belebter Arbeitsmarkt. Besonders viele zu besetzende Arbeitsplätze sind im Gastgewerbe gemeldet (852 offene Stellen), gefolgt von dem verarbeitenden Gewerbe (770 Stellen), dem Handel (751 Stellen) und dem Gesundheits- und Sozialwesen (666 Stellen).

(Grafiken: Agentur für Arbeit)