Kempten/Memmingen (dl/rad). Der anhaltende Winter mit seinen andauernden niedrigen Temperaturen hat die Arbeitslosenquote im Wirtschaftsraum Memmingen von 3,0 auf 3,1 Prozent steigen lassen. Auch für den gesamten Raum im Arbeitsmarktbezirk Kempten-Memmingen mußte eine leichte Erhöhung in Kauf genommen werden. Damit steht das Allgäu dem bundesweiten Trend überraschend entgegen - hier sank die Quote auf 6,9 Prozent. Unerwartet für einen Febraur.
Im Wirtschaftsraum Memmingen wurde der Januarwert wie auch das Ergebnis des Vorjahres damit jeweils leicht um 0,1 Prozentpunkte überschritten. Im Februar waren 1.934 Frauen und Männer bei den Vermittlern der Arbeitsagentur und in den Jobcentern arbeitslos gemeldet, 50 mehr als im Monat zuvor. Erfreulich entwickelte sich die Nachfrage nach Arbeitskräften. Arbeitgeber gaben mehr Stellen zur Besetzung herein als in den Vormonaten. Für Vermittlungsbemühungen waren insgesamt knapp 900 Beschäftigungsmöglichkeiten verfügbar.
Grafik: Agentur für Arbeit„Der Winter hat auch im Februar manche Arbeiten in Außenberufen verhindert. Das führte nochmals zu einer Reihe von vorübergehenden Entlassungen. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass sich die Situation schon in wenigen Wochen mit steigenden Temperaturen wieder verbessert“, sagt Horst Holas, stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. „Zusätzlich unterstützt das größere Stellenangebot unsere Vermittlungsaktivitäten.“
Betriebe gaben 333 Beschäftigungsmöglichkeiten neu herein, gut 200 mehr als zum Jahresauftakt. Das verarbeitende Gewerbe bot eine ganze Reihe von Arbeitsplätzen an. Mit 77 neuen Angeboten kam der Löwenanteil aus dem Maschinenbau und der Metallbearbeitung. 28 zusätzliche Jobs steuerte der Energie- und Elektrosektor bei. Bedarf an weiteren Arbeitskräften ergibt sich auch durch die Unterbringung von Flüchtlingen in der Region. Mehrere Sozialpädagogen wurden für die Betreuung gesucht. Im Gesundheits- und Sozialwesen herrschte zusätzlicher Bedarf an qualifizierten Altenpflegern sowie an Alltagsbegleitern für an Demenz erkrankte Menschen. Daneben gab es Beschäftigungsangebote zur Mitarbeit im betrieblichen Qualitätsmanagement sowie im Bereich der Lebensmitteltechnologie.