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Arbeitsmarkt

Arbeitslosenzahl steigt weiter an

Bundesweit über 3 Millionen - Landkreis Unterallgäu steht realtiv gut da

veröffentlicht am 29.08.2025

Nürnberg/Kempten/Memmingen (dl/rad). Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist weiter sehr angespannt, im August ist die Zahl der arbeitslosen Menschen auf über drei Millionen gestiegen – die höchste Zahl seit zehn Jahren. Die bundesweite Quote beträgt damit 6,4 Prozent (+ 0,3), besser sieht des im Wirtschaftsraum Memmingen mit 2,8 Prozent (+0,1) und im Unterallgäu (2,5 Prozent/+0,1) aus. Der Landkreis hat bayernweit die niedrigste Quote.

"Im August ist das eingetreten, was wir auch erwartet haben: Aufgrund der Sommerpause ist die Arbeitslosigkeit auf über 3 Millionen gestiegen. Der Arbeitsmarkt ist nach wie vor von der wirtschaftlichen Flaute der vergangenen Jahre geprägt. Es gibt allerdings auch erste Anzeichen einer Stabilisierung", so Andrea Nahles, die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA) auf der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Die Arbeitslosenquote stieg bundesweit um 0,1 Prozentpunkte auf nun 6,4 Prozent. Auch in unserer Region wirkt sich die nach wie vor schwache Wirtschaft auf den Arbeitsmarkt aus. Die Quote stieg im bayrischen Teil des Allgäus auf 3,1 Prozent (+0,1). Auch hier gibt die Behörde als einer der Gründe das Schul- und Ausbildungsende - und die Urlaubssaison an. Weil viele Unternehmen erst nach Ferienende wieder verstärkt einstellen.

Horst Holas, stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen, sagte ,dass „wir aber zuversichtlich sind, dass die meisten der überwiegend jungen Menschen im Laufe des Herbstes wieder eine Arbeit finden oder mit einer Ausbildung oder einem weiteren Schulbesuch starten werden. Die Allgäuer Unternehmen haben in diesem Monat verstärkt neue Stellen gemeldet, hier zeichnet sich schon eine Herbstbelebung ab und macht Hoffnung auf wieder sinkende Arbeitslosenzahlen.“

Trotz Konjunkturflaute haben die Unternehmen in diesem August im Vergleich zum Vormonat Juli fast 180 Stellen mehr neu gemeldet – vor einem Jahr waren es nur vier Stellen. „Wir können hier zwar nicht einfach von einer konjunkturellen Entspannung sprechen, aber es sind positive Zeichen der Betriebe“, so Holas weiter.

(Grafiken: Agentur für Arbeit)