Revierförster Wolfgang Küchle (li.), Anwohnerin Susanne Manz und Forstamtsleiter Stefan Honold (re.) mit dem durch den Pilz geschädigten Wurzelballen. Foto: Manuela Frieß/ Pressestelle Stadt Memmingen
Memmingen (dl/as). Aus Gründen der Verkehrssicherheit lässt das Memminger Forstamt in den kommenden Tagen im Stadtweiherwald zwischen Stadtweiherstraße und Römerstraße 30 bis 40 Eschen fällen.
Ursache ist das sogenannte Eschentriebsterben, eine Pilzerkrankung, die die Standfestigkeit der Bäume beeinträchtigt und eine Gefahr für Waldbesucher darstellen kann: Das Eschentriebsterben wird durch einen Schlauchpilz ausgelöst und schwächt sowohl die Triebe als auch die Wurzeln der betroffenen Bäume. „Teilweise ist der Befall an lichten Kronen erkennbar, in anderen Fällen sieht man den Bäumen äußerlich noch nichts an“, erklärt Forstamtsleiter Stephan Honold. Gerade diese scheinbar gesunden Bäume könnten jedoch plötzlich umstürzen. Im vergangenen Jahr war in diesem Bereich bereits eine Esche unerwartet umgefallen.
Sicherheit der Waldbesucher hat Priorität
Der Stadtweiherwald wird intensiv genutzt – von Spaziergängern, Sportgruppen und Familien. „Uns liegt die Sicherheit der Waldbesucherinnen und -besucher sehr am Herzen. Deshalb ist die Fällung dieser Bäume auch im Rahmen unserer Verkehrssicherungspflicht notwendig“, betont Thomas Schuhmaier, Referatsleiter für Sicherheit und Ordnung der Stadt Memmingen.
Keine kahlen Flächen – gesunder Mischwald wächst nach
Trotz der umfangreichen Maßnahme müssen Anwohnerinnen und Anwohner keine Sorge vor großflächigen Rodungen haben. „Im Waldboden gibt es bereits reichlich Nachwuchs aus Buche, Ahorn und Lärche, der nun mehr Licht bekommt“, so Honold. Der Stadtweiherwald werde sich langfristig zu einem gesunden Mischwald entwickeln. Sollte zusätzlicher Bedarf bestehen, sind auch gezielte Ersatzpflanzungen vorgesehen.
Kurzzeitige Straßensperrungen
Die Fällarbeiten sollen am 9. oder 10. Februar 2026 beginnen. Revierleiter Wolfgang Küchle weist darauf hin, dass die angrenzende Römerstraße während der Arbeiten mehrfach für wenige Minuten gesperrt werden muss, um bei den bis zu 40 Meter hohen Bäumen keinerlei Risiko einzugehen. Der Arbeitsbereich wird weiträumig abgesichert, da das Waldgebiet von vielen Wegen und Trampelpfaden durchzogen ist.
Ein Teil der gefällten Eschen verbleibt als liegendes Totholz im Wald und trägt so zur ökologischen Vielfalt bei. Eventuelle Schäden an Wegen, die beim Abtransport entstehen, werden im Frühjahr fachgerecht instand gesetzt.