Schauspieler Joël Dufey spielt den einsamen jungen Mann im Monolog „Finnisch". Foto: Jürgen Bartenschlager
Memmingen (d/as). Nach der Vorstellung von „Finnisch“ am 27. Februar lädt das Landestheater Schwaben zu einem besonderen Nachgespräch in den mood club ein: Gemeinsam mit Schauspieler Joël Dufey spricht der preisgekrönte Autor Martin Heckmanns über sein Stück – und über die Kunst des Redens. Die Vorstellung beginnt um 19 Uhr, das Nachgespräch um ca. 20.15 Uhr.
„Dass man sich das überhaupt traut, dieses Reden“, wundert sich der einsame junge Mann im Theaterstück „Finnisch“. Seit November zeigt das Landestheater Schwaben den Monolog im Memminger mood club – an vier weiteren Terminen auch noch im Jahr 2026. Nach der Vorstellung am 27. Februar haben Besucherinnen und Besucher nun die Gelegenheit, mit Schauspieler Joël Dufey und Autor Martin Heckmanns ins Gespräch zu kommen. Die Teilnahme am etwa einstündigen Nachgespräch ist kostenlos. Eintrittskarten und weitere Informationen gibt es unter landestheater-schwaben.de.
Ein Monolog über Nähe und Grenzen
In „Finnisch“ bestellt sich ein sympathischer, wenn auch eigenwilliger Träumer ein Paket – nur um die Postbotin kennenzulernen. Während er gemeinsam mit dem Publikum wartet, kreisen seine Gedanken um die Frage: Wie geht das eigentlich, sich kennenlernen?
Mit Themen wie Einsamkeit, Sehnsucht nach Nähe und dem Austesten persönlicher Grenzen ist das 1999 entstandene Stück heute aktueller denn je. Die sensible und zugleich humorvolle Inszenierung von Thorsten Köhler mit Joël Dufey in der einzigen Rolle begeistert nicht nur das Stammpublikum, sondern besonders auch junge Erwachsene und die Gäste des mood clubs.
Erfolgreicher Dramatiker zu Gast
Martin Heckmanns zählt zu den profilierten deutschen Dramatikern seiner Generation. Seine Stücke wurden in mehr als zehn Ländern aufgeführt, unter anderem am Deutschen Theater Berlin, am Schauspiel Frankfurt, am Staatstheater Stuttgart und am Theater Neumarkt in Zürich. 2022 war er für den Mülheimer Dramatikpreis nominiert. „Finnisch“, uraufgeführt 1999 am Stadttheater Herford, war sein erstes Theaterstück.
Theater mitten im Leben
Wie schon in der vergangenen Spielzeit mit „Der Reichsbürger“ setzt das Landestheater auch bei „Finnisch“ bewusst auf einen besonderen Aufführungsort: Statt auf einer klassischen Bühne wird im mood club (Donaustraße 38) gespielt – genau dort, wo sich Menschen begegnen oder fragen, wie das eigentlich funktioniert. Die Parkhäuser Stadthalle (Königsgraben) und Krautstraße sind jeweils rund zwölf Gehminuten entfernt.
Im März ist das Landestheater Schwaben mit „Finnisch“ außerdem bei den Landesbühnentagen 2026 zu Gast beim Harztheater.