Das Geschehen spielte sich zumeist vor dem Rießerseer Gehäuse ab - letztendlich gewannen die GEFRO-Indians (in schwarz) deutlich mit 12:3 und behielten die Punkte am Hühnerberg. Foto: Michael Geiger
Memmingen (rad). Auch wenn's Faschingssonntag war, der ECDC Memmingen verstand da keinen Spaß und ließ dem SC Rießersee keine wirkliche Chance. Vor über 1.800 Zuschauern hieß es am Hühnerberg 12:3 (3:1/4:2/5:0) für die GEFRO-Indians, die damit weiter am Tabellenführer Deggendorf dranbleiben.
Wie schon am Freitag beim 6:3-Sieg in Bayreuth stand Coach Daniel Huhn nur ein kurzes Line-Up zur Verfügung, gerademal Feldspieler konnte er aufbieten. Auch bei den Gästen fehlten einige Stammkräfte.
Die Indians begannen gut und hatten ihren erhofften Blitzstart. Felix Brassard spielte hinter dem Tor auf Tyler Spurgeon, der mit dem 1:0 in der zweiten Minute keine Mühe hatte. Aber die Gäste hatte eine schnelle Reaktion parat, Quirin Glas-Bader fälschte die Scheibe nur 31 Sekunden später zum 1:1 ab. Indians-Goalie Justus Roth reklamierte, die Unparteiischen zogen den Video-Beweis zu Rate und gaben den Treffer nach langer Beratung.
Garmisch spielte weiter ordentlich mit, wurde dann aber zweimal bestraft. Jeweils in Überzahl trafen Conner Blake (13.) - nach tollem Paß von Eddy Homjakovs - und Linus Svedlung (20.) jeweils im Powerplay zum 3:1 für die GEFRO-Indians.
Memmingen kam sehr druckvoll aus der Kabine, machte enorm Dampf. Markus Lillich erhöhte auf 4:1 (24.), Linus Svedlund legte drei Minuten später zum 5:1 nach. Der SC Rießersee hielt nach Kräften dagegen und kam immer wieder zu Möglichkeiten, wenngleich auch weder quantitativ noch qualitativ wie die Gastgeber. Dennoch verkürzten die Oberbayern durch Yannick Armstrong-Kingkade auf 2:5 (32.). Erneut in Überzahl stellte Felix Brassard den alten Abstand nach 36 Minuten wieder her, Markus Lillich ließ wenig später Andreas Mechel - er kam für Patrik Mühlberger in den SCR-Kasten - keine Chacne (39.). Fünf Sekunden vor der zweiten Pausensirene schlossen die Garmischer einen Konter zum Leidwesen von Indians-Coach Daniel Huhn durch Quirin Glas-Bader mit dem 3:7 ab.
Ein ähnliches Bild wie im zweiten Durchgang auch im Schlußabschnitt. Memmingen mit viel Power und wieder einem schnellen Tor. Brett Ouderkirk veredelte ein genaues Zuspiel von Eddy Homjakovs zum 8:3 nach gespielten 51 Sekunden im Schlußabschnitt. Dann stand Timo Gams goldrichtig, im vierten Powerplay-Spiel erzielte er den vierten Überzahltreffer zum 9:3 nach genau 45 Minuten.
Garmisch war nun völlig überfordert, Thomas Schmid erhielt eine fünfmimnütige Strafe sowie einer Matchstrafe nach einem Check gegen den Kopf von Markus Lillich. Felix Brassard machte es zweistellig (52.). Brett Ouderkirk traf zum 11:3 (55.), Tyler Spurgeon machte das Dutzend in der 58. Minute zum 12:3 Endstand voll.
Schon am Dienstag geht es für die GEFRO-Indians weiter. Dann steht das vorletzte Auswärtsspiel der Hauptrunde bei den Passau BlackHawks an.
Mehr zu den Indians unter www.memmingen-indians.de.