Memmingen (dl/as). Was bedeutet es, das eigene Leben selbst zu gestalten? Diese Frage steht im März im Mittelpunkt des Programms am Landestheater Schwaben. Ob politisch, persönlich oder familiär – mehrere Produktionen beleuchten Selbstbestimmung aus unterschiedlichen Perspektiven.
Ein zentrales Gastspiel ist am 5. und 6. März der dokumentarische Theaterabend „Der Uteruskomplex – ein Schauprozess“. Das Stück greift den historischen Memminger Prozess gegen den Frauenarzt Dr. Horst Theissen auf und basiert auf Gesprächen mit betroffenen Frauen, die damals als Zeuginnen aussagen mussten. Das Kulturamt und das Landestheater laden jeweils um 19 Uhr ein.
„Dinge, die ich sicher weiß“
Ein Haus, ein Garten, eine Familie, ein Ehepaar und vier erwachsene Kinder, die plötzlich beginnen, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Pip will ihren Mann verlassen, Mark nicht mehr als Mann leben, Ben hat Geldprobleme, die Eltern haben Geheimnisse, und Rosie ist überhaupt noch auf der Suche. Am 13. März feiert das Familiendrama „Dinge, die ich sicher weiß“ Premiere im Großen Haus. Der australische Autor Andrew Bovell erzählt von einem Ehepaar und seinen flügge gewordenen Kindern, die beginnen, eigene Wege zu gehen – gegen Erwartungen, Rollenbilder und elterlichen Widerstand. Regie führt Hausregisseurin Alice Asper.
Spielzeitvor-Show „Prolog“
Einen Ausblick auf kommende Produktionen bietet die kostenlose Spielzeitvor-Show „Prolog“ am 7. März. Hier stellt das Landestheater neue Stücke vor und gibt Einblicke in künstlerische Prozesse. Platzkarten können reserviert werden.
Theater-Workshop am 14. und 15. März
Auch das Junge Landestheater lädt im März zum Mitmachen ein: Bei einem Theater-Workshop am 14. und 15. März können Teilnehmende zwischen 12 und 99 Jahren selbst Theater ausprobieren. Ergänzend gibt es am 6. März eine Fortbildung für Pädagoginnen zum Thema Kommunikation und Zuhören.
Alle Termine, Karten und Informationen unter landestheater-schwaben.de