Überfüllte Wertstoffinseln und zunehmender Müll im öffentlichen Raum beschäftigen den Memminger Stadtrat. Foto: CSU/FDP-Stadtratsfraktion
Memmingen (dl/as). Überfüllte Wertstoffinseln und zunehmender Müll im öffentlichen Raum beschäftigen den Memminger Stadtrat. Die CSU/FDP-Fraktionsgemeinschaft hat Oberbürgermeister Jan Rothenbacher gebeten, die aktuelle Situation der Müllentsorgung zu prüfen und mögliche Verbesserungen in die zuständigen Gremien einzubringen.
Nach Einschätzung der Antragsteller stoßen bestehende Wertstoffinseln in Teilen des Stadtgebiets zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen oder werden nicht optimal genutzt. Dies führe zu einem erhöhten Müllaufkommen im öffentlichen Raum, beeinträchtige das Stadtbild und mindere die Akzeptanz der bestehenden Entsorgungsangebote in der Bevölkerung. Insgesamt bestehe der Eindruck, dass die derzeitige Infrastruktur den tatsächlichen Anforderungen nicht mehr vollständig gerecht werde.
Bisheriges Vorgehen überprüfen
Vor diesem Hintergrund regt die Fraktion an, das bisherige Vorgehen zu überprüfen und mögliche neue Ansätze zu untersuchen. Dabei sollen sowohl einzelne Maßnahmen als auch kombinierte Lösungen in Betracht gezogen werden. Genannt werden unter anderem eine bedarfsgerechte Ausweitung oder Neuverteilung von Wertstoffinseln, optimierte Leerungsintervalle in Zusammenarbeit mit den Entsorgungsfirmen sowie ergänzende Sammelsysteme wie etwa Gelbe Tonne, Gelber Sack oder alternative Modelle. Auch Informations- und Sensibilisierungsmaßnahmen für Bürgerinnen und Bürger sollen Teil der Überlegungen sein.
Ziel ist es, ein zukunftsfähiges, praktikables Abfallkonzept zu entwickeln, das in allen Stadtteilen funktioniert und ökologische, soziale sowie organisatorische Aspekte berücksichtigt. Die Verwaltung soll dazu mögliche Verbesserungen und Handlungsvorschläge erarbeiten und den zuständigen Gremien zur Beratung vorlegen.