Beweist auch als Musiker sein Talent - Jan Josef Liefers, bekannter als Professor Boerne aus dem Tatort. Foto: GeigerMemmingen (mg). Er ist Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor – und Pop-Musiker. Die meisten jedoch kennen ihn als sturen, bisweilen machobehafteten Pathologen aus der deutschen Krimi-Reihe „Tatort“: Jan Josef Liefers präsentierte sein neues Album "Radio Doria - Die freie Stimme der Schlaflosigkeit" im nahezu ausverkauften Memminger Kulturzentrum Kaminwerk.
Mit seiner Band "Radio Doria" tourt der Dresdner schon seit 2006 durch Deutschland. Seine Musik ist eine bunte Mischung deutscher Lieder von entspannt bis rockig, poetisch bis krachend.
Mit dem Titelsong "Radio Doria" ertönt eingangs sofort die "Stimme der Schlaflosigkeit". Es mag zwar kurz nach 20 Uhr sein, und doch fühlt es sich an wie ein entspannter Morgen. "Willkommen im prallen Leben" heißt es darauf hin - ein ansprechend arrangierter Song.
Überhaupt diese Band: Ob Tasten, Saiten oder Drums – da steht ein im wahrsten Sinne des Wortes eingespieltes Team auf der Bühne. Und das Publikum geht begeistert mit, wiegt sich bei melodiösen Stücken im Takt. Zum Ende passierts dann doch: sein sächsischer Dialekt bricht durch. Machs gut, alter Eemer", verabschiedet er sich vom schwäbischen Publikum. Was soviel wie „Ade“ heißt. Und erzählt abschließend noch die Geschichte zum Pitschie-Hufnagel-Song über eine Zeichentrick Serie aus der DDR.
Ach ja – zurück zum Tatort. Was wäre der kauzige Gerichtsmediziner Professor Karl-Friedrich Boerne ohne seine Assistentin Alberich? Die 44-jährige Christine Urspruch, ließ es sich nicht nehmen, das Konzert ihres TV-Kollegen zu besuchen. Und war trotz oder gerade wegen ihrer „Größe“ von 1,32 Metern natürlich einer der auffälligsten Besucher.