Für besonderes Engagement wurden geehrt (v. li.): Klaus Liepert (Ortsbeauftragter), Tamara Brauchle, Uwe Berlinghof, Laura Durach, Carsten Oldewurtel, Matthias Helbig (Leiter Regionalstelle Kempten).Foto: THW
Memmingen (dl/as). Ehrenamt mit Herz, Technik und Verantwortung: Beim Neujahrsempfang des THW-Ortsverbands Memmingen wurde eindrucksvoll deutlich, wie viel Engagement hinter dem Bevölkerungsschutz in der Region steckt.
Den Rahmen für den traditionelle nNeujahrsempfang des Memminger THW's bildeten auch heuer wieder die zahlreichen Gäste aus Politik und Wirrtschaft sowie andren Blaulichtorganisationen.
Der Ortsbeauftragte Klaus Liepert zog eine positive, zugleich aber auch durchaus nachdenkliche Bilanz für 2025. Rund 19.500 ehrenamtlich geleistete Dienststunden und 42 Einsätze stehen für den unermüdlichen Einsatz der Memminger THW-Kräfte. „Diese Zahlen zeigen eindrucksvoll, was unsere Helferinnen und Helfer leisten – oft im Hintergrund, aber immer zuverlässig“, betonte Liepert.
Vielfalt statt Routine
Auch wenn die Statistik auf den ersten Blick ein eher ruhiges Jahr vermuten lässt, zeigte der Rückblick das Gegenteil: Ausbildung, Einsätze, Übungen und Maßnahmen hielten den Ortsverband kontinuierlich auf Trab. Ein besonderer Höhepunkt war das 70-jährige Jubiläum des THW Memmingen, das mit einem Festakt und einem viel beachteten Tag der offenen Tür in der Memminger Fußgängerzone gefeiert wurde.
Einen eindrücklichen Einblick in die Realität des Einsatzgeschehens gab Zugführer Stephan Zettler, der über den schwierigen THW-Einsatz nach dem Zugunglück im baden-württembergischen Riedlingen berichtete. Gleichzeitig machte Liepert deutlich, dass sich die Rahmenbedingungen für den Bevölkerungsschutz verändern: „Zivilschutz gewinnt angesichts der aktuellen Sicherheitslage zunehmend an Bedeutung.“ Erkenntnisse aus einer mehrtägigen Zivilschutzübung im schweizerischen Eiken fließen bereits in die weitere Arbeit ein.
Stark aufgestellt – heute und morgen
Trotz wachsender Aufgaben sieht sich der Ortsverband hervorragend aufgestellt. „Wir haben eine hohe Einsatzbereitschaft und keine Nachwuchssorgen – im Gegenteil: Wir wachsen weiter“, freute sich Liepert
Besonders stolz ist das THW Memmingen auf seine Jugendgruppe mit 29 Kindern und Jugendlichen. In der Führungsmannschaft gab es zugleich einen Wechsel: Nach 23 Jahren übergab Andreas Würzer die Leitung der Fachgruppe Logistik/Verpflegung an Tamara Brauchle.
Positive Signale kommen auch aus Berlin: Neue Bundestagsbeschlüsse stellen dringend benötigte Mittel für den Bevölkerungsschutz bereit. Davon soll auch der Memminger Standort profitieren können.
Ehrungen für außergewöhnliches Engagement
Zum Abschluss des Abends standen die Menschen im Mittelpunkt, die das THW tragen. Matthias Helbig, Leiter der Regionalstelle Kempten, dankte den Helfern für ihren Einsatz und zeichnete mehrere von ihnen aus – darunter Tamara Brauchle, Laura Durach und Carsten Oldewurtel mit dem Helferzeichen in Gold sowie Uwe Berlinghof mit dem Helferzeichen in Gold mit Kranz.
Besondere Anerkennung galt drei Männern, die seit Jahrzehnten dem THW die Treue halten: Johannes Sommer (50 Jahre), Berthold Kuhn (60 Jahre) und Eduard Lorenz, Gründungsmitglied des Ortsverbands, für 70 Jahre Engagement. „Sie sind leuchtende Vorbilder für gelebtes Ehrenamt“, so Helbig – und ein starkes Zeichen dafür, wie unverzichtbar freiwilliges Engagement für den Schutz der Bevölkerung ist.