Am 12. März wird wieder die Alarmierung/Warnung für die Bevölkerung getestet. Neben Sirenen heulen auch Handys, die auch schrillen, wenn sie auf lautlos gestellt sind. Smybolfoto: pixabay
Unterallgäu (dl). Im Unterallgäu schrillen am Donnerstag, 12. März, wieder Handys und Sirenen. Die Katastrophenschutzbehörde am Landratsamt Unterallgäu beteiligt sich am landesweiten Warntag und probt zusammen mit der Integrierten Leitstelle Donau-Iller und mehreren Gemeinden die Warnung der Bevölkerung.
Ziel ist es, die Sirenen auf ihre Funktionsfähigkeit zu überprüfen und die Menschen mit den Warnsignalen vertraut zu machen.
Geplant ist, dass gegen 11 Uhr die Sirenen in Kirchhaslach, Türkheim, Wiedergeltingen, Amberg, Böhen, Hawangen, Ottobeuren, Legau, Bad Grönenbach, Egg an der Günz, Winterrieden, Lautrach, Woringen, Niederrieden, Boos, Lauben, Erkheim, Markt Wald, Wolfertschwenden und Dirlewang heulen. Diese wurden von der Taktisch-Technischen Betriebsstelle (TTB) des Landkreises ertüchtigt und können nun auch zur Warnung der Bevölkerung genutzt werden. Bis vor einigen Jahren konnten die Sirenen im Unterallgäu nur den Ton zur Alarmierung der Feuerwehr ausgeben.
Beim Signal zur Bevölkerungswarnung handelt es sich um einen auf- und abschwellenden Heulton von einer Minute Dauer. Wenn dieser ertönt, bedeutet das, dass man auf Durchsagen im Rundfunk achten soll. Nach dem Heulton soll um 11.30 Uhr ein einminütiger Dauerton Entwarnung geben. Getestet werden insgesamt 73 Sirenen. Damit ist im Unterallgäu ein Drittel aller Sirenen auf die digitale Alarmierung umgestellt und kann zur Warnung verwendet werden. Die Umstellung weiterer Sirenen ist in vielen Kommunen geplant. Es kann im Ernstfall aber auch mit Lautsprecherwagen gewarnt werden.
Übers Handy wird am 12. März doppelt gewarnt. Sowohl das bayerische Innenministerium als auch die Katastrophenschutzbehörden in den Landkreisen testen die Warnung über MoWaS (Modulares Warnsystem). Damit werden Warnungen in Warn-Apps wie NINA, KATWARN oder BIWAPP ausgelöst. Bei Nutzerinnen und Nutzern solcher Apps wird es daher zu einer Doppelmeldung kommen. Zusätzlich testet das Innenministerium die Warnung über Cell Broadcast. Über diesen Mobilfunkdienst werden Warnnachrichten direkt aufs Handy gesendet - unabhängig von einer App.