Nürnberg/Kempten/Memmingen (dl/as). Der Arbeitsmarkt in der Stadt Memmingen und im Landkreis Unterallgäu hat sich im Jahr 2025 trotz anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheiten insgesamt stabil entwickelt. Die Arbeitslosenquote in der Stadt Memmingen lag im Jahresdurchschnitt 2025 bei 3,8 Prozent und damit auf Vorjahresniveau.
Während geopolitische Krisen, eine schwache Konjunktur und strukturelle Veränderungen viele Regionen belasteten, behaupteten sich beide Regionen weiterhin mit vergleichsweise niedrigen Arbeitslosenquoten und einer positiven Beschäftigungsentwicklung.
Stabile Arbeitslosenquoten im Jahresdurchschnitt
Im Jahresdurchschnitt 2025 lag die Arbeitslosenquote in der Stadt Memmingen bei 3,8 Prozent und damit auf dem Niveau des Vorjahres. Auch im Landkreis Unterallgäu blieb die Quote mit 2,4 Prozent unverändert. Damit zählten beide Regionen weiterhin zu den stabilsten Arbeitsmärkten im Bezirk der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. Besonders der Landkreis Unterallgäu wies auch 2025 eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten im gesamten Allgäu auf.
Beschäftigung wächst weiter – besonders im Unterallgäu
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung entwickelte sich in beiden Regionen positiv.
Zum Stichtag 30. Juni 2025 waren in der Stadt Memmingen 30.791 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, ein Zuwachs von 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Im Landkreis Unterallgäu fiel der Beschäftigungsanstieg besonders deutlich aus: Hier erhöhte sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 2,4 Prozent auf 58.938 Personen. Damit verzeichnete das Unterallgäu das stärkste Beschäftigungswachstum innerhalb des Agenturbezirks.
Rückgang in der Grundsicherung setzt sich fort
In beiden Regionen setzte sich 2025 der positive Trend in der Grundsicherung fort. Sowohl die Zahl der Bedarfsgemeinschaften als auch die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ging deutlich zurück.
In der Stadt Memmingen sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Jahresvergleich um 9 Prozent, im Landkreis Unterallgäu ebenfalls um 9 Prozent. Besonders stark fiel im Unterallgäu der Rückgang bei den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten aus (-12 Prozent). Gründe hierfür sind vor allem die zunehmende Erwerbstätigkeit, auch von Geflüchteten, sowie der weiterhin aufnahmefähige regionale Arbeitsmarkt.
Dezember 2025: Saisonal bedingter Anstieg – Vorjahresniveau gehalten
Im Dezember 2025 kam es in beiden Regionen zu einem leichten, saisonal bedingten Anstieg der Arbeitslosigkeit, insbesondere durch witterungsbedingte Effekte im Baugewerbe.
- In der Stadt Memmingen waren im Dezember 944 Menschen arbeitslos, die Arbeitslosenquote lag bei 3,6 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr blieb sie unverändert.
- Im Landkreis Unterallgäu waren 2.005 Personen arbeitslos gemeldet, die Quote betrug 2,3 Prozent – ebenfalls identisch zum Vorjahreswert und weiterhin die niedrigste im gesamten Agenturbezirk.
Der Anstieg betraf überwiegend den Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III), während die Arbeitslosigkeit im Bereich der Grundsicherung (SGB II) weiter rückläufig war.
Solider Stellenmarkt trotz wirtschaftlicher Zurückhaltung
Der Stellenmarkt zeigte sich auch 2025 insgesamt stabil, wenngleich der gemeldete Stellenbestand leicht unter dem Vorjahresniveau lag.
Im Dezember 2025 waren in der Stadt Memmingen 671 offene Stellen gemeldet, im Landkreis Unterallgäu 1.437 Stellen. Besonders gefragt waren Arbeitskräfte weiterhin im verarbeitenden Gewerbe, im Baugewerbe, in den Dienstleistungen, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie in Logistik und Verkehr.
Ausblick
Trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen bestätigen die Zahlen für 2025 die hohe Resilienz des Arbeitsmarktes in Memmingen und im Unterallgäu. Niedrige Arbeitslosenquoten, steigende Beschäftigung und der Rückgang der Grundsicherung zeigen, dass beide Regionen weiterhin eng an der Vollbeschäftigung bleiben und gute Voraussetzungen für das Jahr 2026 mitbringen.