Die GEFRO-Indians können wieder auf Tyler Spurgeon zurückgreifen, hier in einem der letztjährigen Duelle mit den Hannover Indians. Foto: Flo Brunner
Memmingen (dl/rad). Das Duell der beiden Indians – der aus Memmingen und aus Hannover – dürfte wohl das prickelndste in der diesjährigen Viertelfinalserie der Oberliga-Play-Offs sein. Beide Teams gehen mit viel Selbstvertrauen in die Best-of-Seven-Serie, die heute um 20 Uhr am Memminger Hühnerberg beginnt.
Vier Spiele benötigten die Memminger, um gegen Leipzig ins Viertelfinale einzuziehen. Am Ende setzten sich die Rot-Weißen recht souverän durch, vor allem der Angriff lief heiß – zwar setzte es eben eine Niederlage, aber das Torverhältnis von 25:13 spricht auch eine deutlich offensive Sprache.
Die Indians aus Hannover belegten in der Vorrunde Platz drei und setzten sich in drei Siegen gegen Peiting durch. Allerdings waren mit 4:3 und 5:4 zwei arg enge Partien dabei. Wie die Memminger, zeichnen sich die Niedersachsen durch ihre offensive Durchschlagskraft und ihr temporeiches Spiel aus. Zudem ist der Pferdeturm in Hannover, das wohl kultigste Eisstadion Deutschlands, bekannt für seine leidenschaftlichen Fans, die ihre Mannschaft lautstark unterstützen und für eine besondere Playoff-Stimmung sorgen.
Es treffen zweifelsohne zwei der spannendsten Teams aufeinander, beide Mannschaften zählen zu den Mitfavoriten um den Titel. Vor allem die Nord-Indianer konnten sich, direkt vor Ende der Wechselfrist, noch einmal wahnsinnig verstärken. Mit Nolan Ritchie und Calder Anderson sicherten sie sich u.a. die Dienste von zwei der wohl stärksten Kontingentspieler des Südens. Beide waren zuletzt sehr erfolgreich für Heilbronn tätig, belegen aber eine Konti-Lizenz, was bedeutet, dass zwei andere Spieler des ECH pausieren müssen. Mit Brad Snetsinger kam sogar noch ein dritter Akteur nach Hannover. Der Routinier mit Memminger Vergangenheit ist immer noch brandgefährlich und bildet mit den zwei anderen Neuzugängen eine Angriffsreihe.
Die GEFRO-Indians können nach der abgelaufenen Sperre von Kapitän Tyler Spurgeon wieder auf den ganzen Kader zurückgreifen. Daniel Huhn hat somit die Qual der Wahl, sollten alle Spieler fit sein, muss ein Akteur auf die Tribüne. Krankheitsbedingt könnte ihm diese Entscheidung aber abgenommen werden.
Beim ECDC lief zuletzt Goalgetter Felix Brassard wieder heiß, er war, gemeinsam mit Eddy Homjakovs, auch bester Punktesammler im Achtelfinale. Mit der Rückkehr des zuvor verletzten Deni Fominych haben die Indianer vor den Playoffs noch einmal zusätzliche Variabilität erhalten, er war mit sechs Punkten gleich einer der wichtigsten Spieler gegen Leipzig.
Auch im Vorjahr trafen beide Mannschaften aufeinander, was die Brisanz der Begegnung noch einmal erhöht. Damals duellierten sich beide „Stämme“ im Achtelfinale, die Maustädter setzen sich knapp mit 3:2 durch. Es war ein komplett ausgeglichenes Aufeinandertreffen mit engem Ausgang, so wie es auch in diesem Jahr erwartet wird.
Mehr zu den GEFRO-Indians, auch zum Ticketverkauf, gibt’s unter www.memmingen-indians.de, die Partie gibt’s auch wieder im Livestream bei sprade.tv.