Die Delegierten des Fischertagsvereins stimmten mehrheitlich (142 von 145 Stimmen) für das Bauvorhaben. Foto: Michael Geiger
Memmingen (mg). Die Erleichterung war den Verantwortlichen des Fischertagvereins deutlich anzusehen, dem Bau der geplanten Vereinsimmobilie steht nichts mehr im Weg. 142 von 145 Delegierten haben dafür gestimmt.
Eine achtjährige „Odyssee“ geht damit zu Ende, die geplante Halle soll nun im Memminger Norden entstehen.
Zu Beginn der Delegiertenversammlung ließ der erste Vorsitzende, Thorsten Burghart, das vergangene „Jubiläumsjahr“ Revue passieren. „Wir dürfen alle stolz auf uns sein, was wir letztes Jahr geleistet und auf die Beine gestellt haben“, sagte der Vorstand.
2.000 Quadratmeter Nutzfläche
Danach ging er auf den geplanten Bau ein. Auf dem rund 5.200 Quadratmeter großen Grundstück nördlich der Teramostraße soll ein Hallenbau mit etwa 2.750 Quadratmetern Grundfläche entstehen. Seit 2018 habe man sich an Planung und Standortsuche gemacht. Mit dem Erbpachtgrundstück der Stadt Memmingen sei man letztlich fündig geworden, erklärte Burghart.
Entstehen soll eine Halle mit rund 2.000 Quadratmeter Nutzfläche. An der Stirnseite ist ein zweistöckiger Kopfbau angedacht, ein Zwischenboden in der Halle wird aus Kostengründen derzeit nicht realisiert, „wäre aber jederzeit nachrüstbar“, so Burghart weiter. Für den Fundus sind im Obergeschoss rund 700 Quadratmeter reserviert.
Die Halle wird in Metallbauweise entstehen, der Kopfbau in Massivbauweise. Die Baukosten belaufen sich auf 2,4 Millionen Euro.
Für 650.000 Euro konnte die bisherige Halle verkauft werden, nach Abzug aller Kosten und durch einen Schuldenerlass der Stadt Memmingen liegt Erlös für den Verein bei etwa 447.000 Euro.
Unter der Aufsicht von Notarin Lisa Kestler stimmten im Anschluss die Delegierten den Hallenbauplänen mit überwältigender Mehrheit zu.
Die Auftragsvergabe geht an die Memminger Firma Zettler Bau. Auch dieser Beschluss wurde mit großer Mehrheit gefasst. Letztlich sprachen sich die Delegierten auch für die Erbringung von Eigenleistungen aus.
Die Bauarbeiten sollen im Mai diesen Jahres beginnen, „mit dem Fischertag, dem Wallensteinjahr und dem Hallenneubau steht uns ein interessantes und arbeitsreiches Vereinsjahr bevor“, blickte Burghart nach vorne.
Sehen, erleben, spüren - Wallenstein 2026
Ab dem 26. Juli 2026 ist es wieder soweit, die Wallensteinspiele 2026 prägen dann wieder das Stadtbild Memmingens. Zahlreiche Aufführungen und Darbietungen machen die historischen Wallenstein Festspiele zu einem beeindruckenden Erlebnis für Jung und Alt. Wolfgang Manz wird dabei in die Rolle des Feldherrn schlüpfen, Stefan Honold mimt den Dänenprinzen, der Wallenstein in Memmingen besuchte.
Schirmherr mit historischem Hintergrund
Der Schirmherr bei den Wallenstein Spielen ist dieses Jahr Oliver Pötzsch. Der Spiegel-Autor erforschte seine Familiengeschichte, er ist ein Nachfahre der Familie Kuisl, einer bekannten Scharfrichter-Dynastie in Schongau vom 16. bis zum 19. Jahrhundert. Bekannt wurde Pötzsch durch die Bestsellerreihe „Die Henkerstochter.“