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Eishockey

GEFRO-Indians feiern dritten Sieg gegen Deggendorf

ECDC schlägt den Tabellenführer vor 2.800 Fans mit 4:3 nach Penalty-Schießen

veröffentlicht am 18.01.2026
Ind DSC 3 Homja 2-1

Brett Ouderkirk (links) und Felix Brassard (rechts) beglückwünschen Eddy Homjakovs (Mitte) zu seinem 2:1-Führungstreffer. Letztendlich feierten die GEFRO-Indians im dritten Saisonvergleich mit dem Top-Favoriten den dritten Sieg. Bildschirmfoto: sprade.tv/Wolfgang Radeck

Memmingen (rad). Das Spitzenspiel der Oberliga Süd hielt, was es versprach. Über 2.800 Fans sahen erneut ein tolles Match, das erst im Penalty-Schießen entschieden wurde. 4:3 (2:1/1:0/0:2/0:0/1:0) hieß es letztendlich gegen einen unglaublich starken Deggendorfer SC - der dritte Sieg im dritten Vergleich. Damit verkürzte der ECDC den Rückstand auf zwei Punkte.

Beide Teams konnten ziemlich komplett antreten. Memmingen mußte auf Denis Fominych verzichten, Deggendorf auf Luca Zitterbart. Dafür konnte bei den Niederbayyern nach längerer Pause Marcel Pfänder wieder auflaufen.

Im Duell der beiden angriffsstärksten Teams entwickelte sich von Beginn an eine intensive Partie. Mit anfänglichen Vorteilen für die Gäste, nicht zletzt aufgrund einer frühen unnötigen Strafe gegen die Einheimischen. Memmingen überstand die Unterzahl, ebenso wie die Gäste eine Strafzeit nach gut zehn Minuten. Einfach, weil beide Mannschaften eine enorm gutes Penalty-Killing betrieben.

Kleinliche Regelauslegung

Dann mußten die Memminger eine Minute lang mit zwei Spielern weniger auskommen - zumindest die zweite Strafe war eine sehr kleinliche Auslegung der Unparteiischen. Mit Folgen, Marco Bassler drückte die Scheibe zum 0:1 nach einer knappen Viertelstunde über die Linie. Zwei Minuten später hieß es aber schon 1:1, ebenfalls in Überzahl waren die GEFRO-Indians erfolgreich.

Brett Ouderkirk kam zum Abschluß, vielleicht war auch Tyler Spurgeon noch mit der Kelle dran - egal, Memmingen nutzte die numerische Überlegenheit. Wenig später ging Eddy Homjakovs auf und davon und ließ Timo Pielmeier im DSC-Kasten keine Chance - 2:1 in der 19. Minute.

Die Partie blieb auch nach dem ersten Wechsel auf sehr hohem Niveau, wenngleich beide Mannschaften zunächst nicht mehr "Highspeed" gingen. Deggendorf wollte den Ausgleich, hatten zu Beginn des zweiten Abschnitts auch mehr Möglichkeiten.

Linus Svedlund souverän per Penalty zum 3:1

Die beste allerdings hatten die Indians, Eddy Homjakovs setzte sich gut durch, konnte nur unfair von Ondrej Pozivil gestoppt werden - Penalty. Den verwandelten Linus Svedlund souverän in der 33. Minute zum 3:1. Der Spitzenreiter ließ sich dadurch aber kaum beeindrucken und ließen der Memminger Defensive kaum Zeit zum Durchatmen. Was dennoch "durchging" war sichere Beute von Indians-Goalie Justus Roth, der im zweiten Durchgang nichts zuließ.

Memmingen zeigte "Nehmer-Qualitäten"

Deggendorf erwischte dann aber einen Traumstart im letzten Spielabschnitt. Noch keinen zwei Minuten waren gespielt, da verkürzte Harrison Roy auf 2:3. Die Partie war wieder völlig offen, die Niederbayern nun mit noch mehr Druck. Umso mehr, als sie nach einer Strafe gegen Tobi Meier erneut in Überzahl spielen durften. Aber die Memminger zeigten "Nehmer-Qualitäten", warfen sich in die Schüsse und verhinderten gemeinsam den Ausgleich in dieser Phase.

Deggendorf mit viel Energie

Aber Deggendorf holte sich mit dem Anschlußtreffer neue Energie, die Indians kamen nur selten zu gezielten Gegenangriffen. Die hatten es dann aber in sich, so wie in der 53. Minute, als Felix Brassard nach einem Break nur knapp den vierten Memminger Treffer verpaßte.

In der 55. Minute lag dann der Puck im Memminger Tor - nach Video-Beweis erkannten die Referees den Treffer von Dylan Jackson zum 3:3 an. Dabei blieb's, auch wenn beide Mannschaften noch Chancen hatten.

Es ging in die Overtime, verdientermaßen durften sich die beiden Kontrahenden schon mal über einen jeweils verdienten Zähler freuen. Die Entscheidung darüber fiel erneut im Penalty-Schießen, wie schon im ersten Duell der beiden Teams am Hühnerberg Anfang November.

Eddy Homjakovs scheiterte am Gestänge, auf der anderen Seite parierte Justus Roth den Versuch von Curtis Leinweber. Dann machten Linus Svedlund und Felix Brassard kurzen Prozeß und sicherten sich den GEFRO-Indians den Zusatzpunkt.

Weiter geht's für die Memminger mit zwei Auswärtsspielen. Am Dienstag geht's nach Peiting, am Freitag folgt der schwere Gang nach Selb.

Mehr zu den GEFRO-Indians unter www.memmingen-indians.de.