Die Eishockey-Frauen des ECDC Memmingen (in rot) haben das Tor zum Finale um die Deutsche Meisterschaft mit zwei Siegen am Wochenende ganz weit aufgestoßen. Foto: Charly Perzl ©
Memmingen (dl/rad). Die Eishockey-Frauen des ECDC Memmingen haben das Tor zum Finale weit aufgestoßen. Nach den beiden Siegen (4:0 und 5:2) vom Wochenende gegen den ERC Ingolstadt fehlt den Memmingerinnen noch ein Sieg, um erneut ins Endspiel um die Deutsche Meisterschaft einzuziehen.
Einen Auftakt nach Maß erwischten die ECDC-Frauen am Samstag am Hühnerberg. Schon nach zwei Minuten brachte Kapitänin Daria Gleißner mit einem One-Timer die Indians in Überzahl in Führung. Aber Ingolstadt hielt dagegen und hatte durchaus Möglichkeiten, aber ECDC-Goalie Chiara Schultes verhinderte mit guten Paraden den Gegentreffer.
Daria Gleissner muß ins Krankenhaus
Schrecksekunde dann gleich nach Wiederbeginn: musste da ihr ganzes Können beweisen um einen Gegentreffer zu vermeiden. Bei einem Zweikampf schlug Daria Gleissner mit dem Kopf auf der Bande auf und blieb regungslos auf dem Eis liegen und mußte ins Krankenhaus.
Die Indians legten für ihre Kapitänin nach und erhöhten in Unterzahl nach einem Konter durch Nicola Hadraschek und Nara Elia auf 2:0. Als zehn Minten später Theresa Knutson eine unübersichtliche Situation vor dem Torraum der Gäste zum 3:0 verwandeln konnte, war die Vorentscheidung gefallen. Den Schlusspunkt zum 4:0 setzte erneut Knutson in Überzahl (56.).
Starkes Comeback am Sonntag
Am Sonntag ging es ohne Daria Gleissner zu Spiel zwei nach Ingolstadt. Diesmal hatten die Gastgeberinnen den besseren Start und lagen nach 20 Minuten durch zwei Überzahltreffer mit 2:0 vorn. Die Memmingerinnen fanden zunächst nicht zu ihrem druckvolles Spiel, erst nachdem Mitte der Partie Nicola Hadraschek zum 1:2 traf, lief’s beim ECDC langsam besser. Der letzte Spielabschnitt gehörte den Schützlingen von Trainer Jimmy Nagle, Ronja Hark (50. Min), Charlott Schaffrath (53.) und Julia Matejkova (56.) drehten mit ihren Treffern zur 4:2-Führung die Partie. Jule Schiefer machte in der 58. Minute mit einem Schuss ins verwaiste Ingolstädter Tor den Deckel drauf.
Nun fehlt aus den noch maximal drei Partien nur noch ein Sieg für den ECDC Memmingen, um erneut ins Finale um die Deutsche Meisterschaft einzuziehen. Den esten „Matchpuck“ können sie schon am kommenden Samstag (17.15 Uhr) in der ALPHACOOLING-Arena am Hühnerberg verwandeln. Sollte da noch keine Entscheidung gefallen sein, geht es am Sonntag erneut nach Ingolstadt.
Im zweiten Halbfinale steht es zwischen Budapest und Berlin 1:1. Die Ungarinnen gewannen am Samstag mit 3:0, am Sonntag hatte Berlin mit 3:2 nach Verlängerung die Nase vorn.
Stimmen zum Spiel
Jim Nagle (Headcoach): “Am Samstag hatten wir ein 60-minütiges Team-Effort-Spiel. Nachdem unsere Kapitänin Daria Gleissner verletzt ausgefallen ist, hat sich das Team zusammengefunden und alle haben ihr Spiel hochgefahren.
Am Sonntag hatten wir einen schweren ersten Abschnitt und sind schnell in Rückstand geraten. Dann haben wir im zweiten Drittel unseren Rhythmus gefunden und wirklich hart gekämpft. Alles in allem eine solide Teamleistung in beiden Spielen und eine wohlverdiente 2:0-Serienführung.“
Peter Gemsjäger (Sportlicher Leiter): „Ich bin sehr stolz auf unser Team. Samstag war eines unserer besten Spiele der Saison. Ingolstadt hat uns dann Sonntag alles abverlangt, doch wir konnten aus einem 0:2 Rückstand noch einem 5:2 Erfolg machen“.
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