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Eishockey

Ein fulminanter Start bringt Sieg in Selb

GEFRO-Indians gewinnen 6:2 beim DEL2-Absteiger

veröffentlicht am 23.01.2026
Selb ind 4 Lillich

Markus Lillich (in weiß) ließ hier die Selber Deckung und den Torhüter nicht gut aussen und traf zum zwischenzeitlichen 3:0 für die GEFRO-Indians. Bildschirmfoto: sprade.tv/Wolfgang Radeck

Selb (rad). 15 fulminante Minuten reichten den GEFRO-Indians, um den Grundstein für den 6:2 (5:1/0:1/1:0)-Sieg bei den Selber Wölfen zu legen. Fünfmal trafen die Memminger in der extrem starken Anfangsphase und holten sich verdiente drei Zähler vor über 2.000 Zuschauern - darunter rund 50 begeisterte Indians-Fans.

Krankheitsbedingt fehlten bei den Memmingern Robert Peleikis und Timo Gams, ebenso mußte Trainer Daniel Huhn weiter auf den verletzten Denis Fominych verzichten.

Fulminante Viertelstunde der Indians

Memmingen erwischte einen Traumstart, Nikita Krymskiy drückte den Puck nach knapp zwei Minuten über die Linie. Nur 25 Sekunden später stand Felix Brassard goldrichtig und lenkte die Scheibe zum 0:2 ins Selber Netz. Das gab zusätzliche Sicherheit, zudem auch kurz danach eine Selber Überzahl relativ problemlos überstanden wurde.

Die Indians hatten die Hand auf der Partie, auch wenn die Hausherren versuchten, mehr Druck aufzubauen. Markus Lillich hatte die passende Antwort nach zwölf Minuten, als er Selbs Torhüter Michel Weidekamp "erwischte" und auf 3:0 erhöhte. Es kam noch besser, Milan Pfalzer traf den Puck aus der Luft und es hieß keine zwei Minuten später 4:0. Dann nahm Eddy Homjakovs Anlauf und ließ die ganze Selber Deckung schlecht aussehen - 5:0 in der 15. Minute.

Aber die Oberfranken wollten sich vor eigenem Publikum nicht derartig vorführen lassen und verkürzten in der 17. Minute durch Tom Pauker auf 1:5.

Die Indians waren trotz des deutlichen Vorsprungs gefordert, ein weiterer schneller Gegentreffer sollte vermieden werden. Sie machten's eigentlich gut, erarbeiteten sich weiter gute Möglichkeiten, aber im Abschluß waren sie nicht mehr so konsequent. Selb machte es besser und kam mit ihrer ersten Möglichkeit im zweiten Abschnitt zum 2:5 durch Fabjon Kuqi (24.). Damit waren die Hausherren wieder im Spiel.

Auch, weil die Memminger eben ihre Chancen nicht verwerteten, ihre Powerplay-Möglichkeiten nicht nutzten. Mitte des zweiten Abschnitts verflachte die Partie, plätscherte ein wenig vor sich hin.

Dreieinhalb Minuten vor Ende des zweiten Abschnitts erhielt Jayden Schubert eine große Strafe (5+Spieldauer) nach einem Check von hinten. Seine Kameraden mußten also lange Zeit mit einem Spieler weniger auskommen.

Die Indians überstanden diese Phase, auch eine gleich danachfolgendes Powerplay der Selber. Dennoch, die weitgehend souverän auftretenden Indians versäumten es in der Folge, die Partie frühzeitig zu entscheiden.

Sieben MInuten vor dem Ende "Empty-Net"

Selb blieb dran und ging knapp sieben (!) Minuten vor dem Ende volles Risiko und nahmen ihren Torhüter vom Eis. Für die Entscheidung sorgte dann Felix Brassard in der 57. Minute, als er auf und davon ging und die Scheibe ins leere Tor schob - 2:6, was dann auch der Endstand war.

Am Sonntag empfangen die Indians um 18 Uhr die Stuttgart Rebels.

Mehr zu ECDC unter www.memmingen-indians.de.