Tyler Spurgeon (rechts in rot) scheiterte hier in Unterzahl an Erdings Keeper David Zabolotny, Markus Lillich (links) hatte wunderbar aufgelegt. Bildschirmfoto: sprade.tv/Wolfgang Radeck
Memmingen (rad). Es war keine Gala-Vorstellung der GEFRO-Indians, die dennoch alle drei Punkte gegen den unbequemen Aufsteiger Erding Gladiatiors holten. Zum Schluß hieß es vor der Minuskulisse von 1.424 Zuschauern 4:2 (1:1/1:0/2:1), letztendlich war es ein verdienter, wenn auch schwer erarbeiteter Sieg über den starken Aufsteiger.
Neuzugang Kevin Handschuh gab sein Heimdebüt, ansonsten konnten die Memminger mit "voller Kapelle" antreten. Im Gegensatz zum Aufsteiger, der nur 15 Feldspieler aufbieten konnte.
Entsrprechend hatten die Indians anfangs mehr vom Spiel, aber zunächst ohne die ganz großen Möglichkeiten. Bis zur neunten Spielminute, da lenkte Tyler Spurgeon in Überzahl einen Blue-Liner von Linus Svedlund zum 1:0 ins Tor. Im Gegenzug Glück für die Memminger, als ein Versuch der Gäste am Pfosten landete. Eigentlichh passierte vor der ersten Pause nicht mehr viel Interessantes vor den Toren, da warf Erdings Maximilian Forster 28 Sekunden vor der Sirene die Scheibe einfach vors Memminger Gehäuse und stellte auf 1:1.
Die etwas mehr als 1.400 Zuschauer hätten mehr vom Tabellenzweiten gegen den Tabellenvorletzten erwartet, wohl auch Trainer Daniel Huhn. Seine Jungs kamen dann auch sehr druckvoll aus der Kabine. Zweimal hatten sie in Unterzahl sogar die neuerliche Führung auf dem Schläger, nicht zuletzt aufgrund eines sehr aggressieven Powerplay-Killings. Aber es fehlte in der Offensive bisweilen die nötige Präzision, der letzte Nachdruck. Allerdings machten es die einsatzfreudigen Erdinger auch gut und ließen den Memminger Angriff nicht richtig zur Entfaltung kommen. Es brauchte eine weiteres Powerplay, das die GEFRO-Indians zum 2:1 nutzen konnten - in der 36. Minute saß der Erdinger gerademal vier Sekunden auf der Strafbank, als Eddy Homjakovs zum 2:1 traf.
Das Bild änderte sich auch im letzten Durchgang kaum. Der "kurze" Kader der Gladiatiors hielt weiter mehr als nur mit und hatte seine Chancen. Eine davon brachte in der 46. Minute den Ausgleich durch Erik Modlmayr. Diesmal antworteten die Memminger recht schnell und ohne Powerplay. Ein Konter war's, den Tobi Meier zwei Minuten später zum 3:2 veredelte. Gute viereinhalb Minuten vor dem Ende krönte Connor Blake einen Sololauf mit dem 4:2, ein Schuß ins lange Eck. Was die Vorentscheidung war, auch wenn Erding alles auf die berühmte "eine Karte" setzte und den Torhüter vier Minuten (!) vor dem Ende zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis nahmen.
Memmingen hielt seinen Kasten sauber und brachte den Vorsprung über die Zeit.
Mehr zu den GEFRO-Indians auch unter www.memmingen-indians.de.