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Feneberg will sich stabilisieren

Allgäuer Lebensmittelhändler beantragt Schutzschirmverfahren

veröffentlicht am 11.01.2026
Feneberg 01 26

Der Allgäuer Lebensmittelhändler Feneberg hat ein sogenanntes Schutzschirmverfahren beantragt und soll damit stabilisiert werden. Unser Bild zeigt einen Teil des Marktes in der Memminger Dr.-Karl-Lenz-Straße. Foto: Wolfgang Radeck

Kempten/Memmingen (dl/as) Der Allgäuer Lebensmittelhändler Feneberg hat ein sogenanntes Schutzschirmverfahren beantragt. In einer Pressemitteilung teilt das Unternehmen mit, dass alle Feneberg-Märkte geöffnet bleiben, Kunden können also weiterhin wie gewohnt einkaufen, das Sortiment ist vollständig verfügbar und der Geschäftsbetrieb läuft ohne Einschränkungen weiter.

Das Unternehmen betreibt über 70 Märkte im Süden Deutschlands, beschäftigt rund 3.000 Mitarbeitende und gehört für viele Menschen seit Jahrzehnten zum Alltag.

Der Schutzschirm soll Arbeitsplätze sichern und das Unternehmen stabilisieren, nicht abwickeln. Es gibt Zeit und rechtlichen Schutz, um Kosten zu senken, Strukturen zu verbessern und das Unternehmen zukunftsfähig zu machen. Ein vom Gericht bestellter Sachwalter achtet dabei darauf, dass die Interessen der Gläubiger gewahrt bleiben.

Sicherheit für Mitarbeiter und Partner

Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter sind abgesichert – sie werden über das Insolvenzgeld der Agentur für Arbeit gezahlt.

Auch die engen Partnerschaften mit regionalen Erzeugerbetrieben und Landwirten, etwa im Rahmen des Programms „VonHier“, sollen fortgeführt werden und sind Teil der Zukunftsstrategie.

Gutscheine werden nicht mehr eingelöst

Das Unternehmen teilt auf seiner Homepage mit, dass aufgrund des derzeitigen Schutzschirmverfahrens ab sofort keine Gutscheinkarten und Gutscheine bei Feneberg eingelöst werden können. Auch die Erlebnisgutscheine aus dem VonHier-Bonusprogramm sind hiervon betroffen.

Warum Feneberg diesen Schritt geht

Die Inhaberfamilie betont, dass dieser Schritt bewusst und verantwortungsvoll gegangen wird. Ziel ist es, Feneberg wirtschaftlich zu stabilisieren, zu modernisieren und langfristig zu sichern – für Mitarbeitende, Partner und Kundinnen und Kunden.

Unterstützung durch Sanierungsexperten

Zusätzlich zur bisherigen Geschäftsführung wurde mit Stephan Leibold ein erfahrener Sanierungsgeschäftsführer an Bord geholt. Er hat bereits andere Unternehmen erfolgreich durch ähnliche Verfahren geführt und soll nun helfen, notwendige Veränderungen konsequent umzusetzen.

Wie geht es weiter?

Die Sanierung soll bis 2026 abgeschlossen sein. In dieser Zeit arbeitet Feneberg daran, sich strukturell und wirtschaftlich neu aufzustellen – bei laufendem Betrieb.