Nürnberg/Kempten/Memmingen (dl/as). Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Kempten-Memmingen ist im Januar auf 3,3 Prozent gestiegen - bedingt vor allem durch den saisonalen Wintereffekt in den Außenberufen. Positiv: Der Stellenbestand liegt über dem Vorjahresniveau.
Im Januar 2026 waren im Arbeitsagenturbezirk Kempten-Memmingen 13.376 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 983 Personen mehr als im Dezember. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent und lag damit auf dem gleichen Niveau wie im Januar 2025.
„Hier zeigt sich der typische Wintereffekt“, erklärt Maria Amtmann, Leiterin der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. Vor allem Betriebe aus dem Bau- und Ausbaugewerbe hätten sich witterungsbedingt – meist vorübergehend – von Beschäftigten getrennt. Der Anstieg betraf überwiegend den Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III), während die Arbeitslosigkeit im Bereich der Jobcenter (SGB II) im Vorjahresvergleich sogar rückläufig war.
Positive Signale vom Stellenmarkt
Trotz der konjunkturellen Herausforderungen zeigt sich der Arbeitsmarkt insgesamt stabil. Der Bestand gemeldeter Stellen liegt über dem Vorjahresniveau, ebenso die Zahl der neu gemeldeten Stellen. Besonders im Baugewerbe wurden deutlich mehr Arbeitsplätze angeboten als noch vor einem Jahr.
Zudem konnten sich im Januar mehr Menschen aus der Arbeitslosigkeit in eine Erwerbstätigkeit abmelden als im Vorjahresmonat. „Qualifizierte und flexible Fachkräfte haben weiterhin gute Chancen auf einen Job in unserer Region“, so Amtmann.
Ausbildungsmarkt: gute Chancen für Jugendliche
Der Ausbildungsmarkt befindet sich aktuell in der Hauptbewerbungsphase für den Start im September 2026. Zum Stichtag im Januar waren 4.363 Ausbildungsstellen gemeldet, rund 1.822 junge Menschen suchten einen Ausbildungsplatz. Damit kommen rechnerisch 2,4 Lehrstellen auf eine Bewerberin bzw. einen Bewerber.
„Die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe ist weiterhin hoch“, betont Amtmann. Angesichts des Fachkräftemangels böten sich jungen Menschen sehr gute Perspektiven. Ihr Appell: Jetzt bewerben, solange das Angebot besonders vielfältig ist.
Regionale Entwicklung
In fast allen Regionen des Agenturbezirks stieg die Arbeitslosenquote gegenüber dem Vormonat leicht an. Eine Ausnahme bildete der Kreis Oberallgäu, wo es durch die Wintersaison zu Wiedereinstellungen im Tourismus kam.
Die niedrigste Arbeitslosenquote wies weiterhin der Kreis Unterallgäu, die höchste die Stadt Kaufbeuren auf.