Die GEFRO-Indians (in schwarz)machten vor allem im ersten Durchgang viel Druck, die entscheidenden Tore dann im letzten Durchgang. Foto: Michael Geiger
Memmingen (rad). Mit 6:2 (2:0/1:1/3:1) haben die GEFRO-Indians das erste Play-Off-Spiel gegen die Icefighters aus Leipzig gewonnen. Die Entscheidung in einer lange Zeit spannenden Partie fiel vor über 2.800 Fans in der Schlußphase mit drei Memminger Treffer innerhalb von 50 Sekunden. Denis Fominych feierte mit zwei Toren ein gelungenes Comeback
Mit beinahe "Voller Kapelle" gingen die GEFRO-Indians in die Partie, einzig Timo Gams fehlte. Auch die Leipziger konnten ein fast vollständiges Line-Up aufweisen, auch wenn sie dennoch auf vier Akteure verzichten mußten.
Memmingen begann druckvoll, wollte von Beginn an die Grenzen abstecken. In Überzahl brachte Felix Brassard in der vierten Minute in Führung, vorausgegangen ein Zuckerpaß von Tyler Spurgeon. Auch danach blieben die Hausherren am Drücker, Leipzig brauchte ein paar Minuten, um besser zurecht zu kommen. Nach dem ersten Powerbreak kamen die Sachsen zu ihren Möglichkeiten, das Tor erzielten die GEFRO-Indians: Denis Fominych staubte in dieser guten Leipziger Phase zum 2:0 ab (16.), damit ging's in die erste Pause.
Leipzig kam besser aus der Kabine und in der 23. Minute zum Anschlußtreffer. Johan Eriksson "warf" die Scheibe vor's Tor - irgendwie hüpfte sie über die Linie. Memmingen durchaus beeindruckt. Leipzig arbeitete am Ausgleich,hatte seine Chancen. Die Indians fanden nur schwer ins Spiel zurück, aber sie bissen sich zurück. Keine zwei Sekunden vor der Pause staubte Felix Brassard zum 3:1 ab, vom Zeitpunkt her glücklich aber enorm wichtig aus Memminger Sicht .
Wieder kamen die Gäste sehr gut aus der Kabine. Tim Detig verwandelte einen Abpraller zum schnellen 2:3 nach nur 70 Sekunden im letzten Durchgang. Die Indians steckten den Gegentreffer gut weg, kamen zu Chancen. Aber Milan Pfalzer handelte sich eine 5-Minuten-Strafe (+ Spieldauer) nach einen Knie-Check gegen Johan Eriksson ein (45.). Memmingen hielt dagegen und die Scheibe vom eigenen Tor weitgehend weg.
Drei Memminger Tore in 50 Sekunden
Die Partie stand auf des Messers Schneide - bis zur 56. Minute, als Denis Fominych erneut zuschlug: nach einem gewonnen Bully von Eddy Homjakovs sog er ab und traf ins kurze Eck zum 4:2. Was für eine Geschichte für den so lange verletzten Fominych, der an diesem Abend ein so glänzendes Comeback feierte. Nikita Krymskiy legte mit dem 5:2 nur 28 Sekunden später nach, Eddy Homjakovs setzte in Überzahl den Schlußpunkt zum 6:2 - der dritte Indians-Treffer innerhalb von 50 Sekunden.
Das zweite Spiel der "Best-of-5"-Serie findet am Dienstag (19 Uhr) in Leipzig statt.
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