Die GEFRO-Indians bejubeln hier vor ihren mitgereisten Fans den Siegtreffer von Brett Ouderkirk. Bildschirmfoto: sprade.tv/Wolfgang Radeck
Mellendorf (rad). In einer hochklassigen Play-Off-Partie haben die GEFRO-Indians ihren Siegeszug fortgesetzt. Beim Nord-Meister Hannover Scorpions behielt der ECDC Memmingen vor knapp 1.900 Zuschauern knapp aber auch verdient mit 4:3 (1:0/2:3/1:0) die Oberhand und führt damit in der Halbfinalserie mit 1:0.
Bis auf den noch gesperrten Milan Pfalzer sowie Timo Gams konnten die Memminger komplett beim Nordmeister antreten.
Der war auf dem Eis das leicht tonangebende Team, erst nach knapp fünf Minuten kreuzten den GEFRO-Indians das erste Mal vor dem Tor von Patrick Berger auf - der routinierte Keeper klärte - einmal mehr - mit Hilfe eines verschobenen Tores. Eddy Homjakovs hatte wenig später die erste wirklich gute Möglichkeit der Partie, scheiterte aber an Hannovers Goalie. Nun die Memminger gut im Spiel, Sam Verelst vergab nach acht Minuten aussichtsreich.
Denis Fominych verletzt vom Eis
Nach dem ersten Powerbreak waren auch die Hausherren gefährlich, aber Justus Roth im Indians-Kasten war mehrfach auf dem Posten. Dann die Schrecksekunde für die Indians als Denis Fominych nach einem heftigen und nicht geahndetem Check (da wäre zumindest der Blick aufs Video angebracht gewesen) von Thomas Supisverletzt vom Eis mußte, die Reaktion seiner Kameraden war das 1:0 durch Markus Lillich zwei MInuten vor der Pause.
Der Memminger Topscorer hatte in der 24. MInute auch den zweiten Treffer auf dem Schläger, aber die Scheibe landete am Pfosten. Beinahe im Gegenzug der Ausgleich, zunächst wehrte Justus Roth noch ab, aber den Nachschuß nahm Pascal Aquin aus der Luft - 1:1 (25.).
Connor Blake mit Stürmerqualitäten
Eine gute Minute danach bediente Nikita Krymskiy den völlig freien Markus Lillich, der vollendete zur neuerlichen Führung. Hannover war sichtlich beeindruckt und "vergaß" erneut eine Zeigerumdrehung später Connor Blake, der Memminger Verteidiger zeigte Stürmerqualitäten und erhöhte auf 1:3.
Hannover egalisiert Memmingens 3:1
Aber die Hausherren zeigten in der sehr flotten und sehenswerten Partie eine Reaktion, mit etwas Dusel landete der Puck zum 2:3-Anschlußtreffer im Memminger Netz - Arturs Kruminsch war der Torschütze in der 30. Minute. Das berühmte Momentum war nun bei den Gastgebern, deren Goldhelm Pascal Aquin stellte in der 32. Minute auf 3:3. Hannover drängte weiter, Memmingen lauerte auf Konter.
Die Scorpions kamen druckvoll aus der zweiten Pause, drängten auf die erstmalige Führung. Memmingen hielt dagegen und setzte weiter schmerzhafte Nadelstiche - und hatte auch einiges an Abschlußpech. Wie in der 45. Minute, als Scorpions-Goalie Patrick Berger irgendwie die Scheibe nicht passieren lassen mußte.
Brett Ouderkirk mit dem Siegtreffer
Es blieb hochklassig, es ging nun hin und her. Die Indians überstanden auch ihre zweite Unterzahlsituation gut, hielten dabei die schnellen Hannoveraner weitgehend vom eigenen Kasten weg. Besser machten es die GEFRO-Indians in ihrem Powerplay - Brett Ouderkirk stand goldrichtig und staubte zum 3:4 in der 51. Minute ab. Beide Seiten mußten nun auch dem hohen Tempo ein wenig Tribut zollen, hatten "schwere" Beine und zogen nun vermehrt Strafzeiten.
Hannover ging in den letzten zweieinhalb Minuten volles Risiko und brachten einen weiteren Feldspieler. Memmingen verpaßte die Entscheidung, weil sie das verwaiste Tor der Hausherrennicht trafen. Egal, sie hielten ihren eigenen Kasten sauber und brachten den Vorsprung über die Zeit
Am Ostermontag um 18 Uhr treffen sich beide Teams zum zweiten Duell, dann am Memminger Hühnerberg.
Mehr zu den GEFRO-Indians unter www.memmingen-indians.de.