CRB-Vorsitzender Thomas Mayer (rechts) mit Philipp Hacker, Platz 8, und Manuel Dehn, Platz 3 der Liste für die Kommunalwahl. Foto: CRB Memmingen
Memmingen (dl/as). Die Zukunft der Gesundheitsversorgung in Memmingen stand im Zentrum des diesjährigen Neujahrsempfangs des Christlichen Rathausblocks (CRB) im Hotel Rohrbecks, der klare Akzente für die Kommunalwahl 2026 setzte.
Rund 80 Mitglieder, Gäste und Interessierte waren der Einladung gefolgt, um sich über eines der wichtigsten kommunalpolitischen Themen der kommenden Jahre auszutauschen.
Gesundheitsversorgung als zentrale Aufgabe der Kommune
Mit Dr. Sperling und Thomas Isik konnte der CRB zwei ausgewiesene Fachleute als Referenten gewinnen. In ihren Vorträgen beleuchteten sie die medizinische Versorgung in Memmingen aus unterschiedlichen Perspektiven – von der Sicherstellung der ärztlichen Versorgung über strukturelle Herausforderungen bis hin zur Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen Stadt, Kliniken und niedergelassenen Ärzten. Deutlich wurde: Gesundheitsversorgung ist nicht nur eine Frage von Landes- oder Bundespolitik, sondern auch eine zentrale Aufgabe der Kommune.
„Memmingen braucht Verantwortung statt Parteitaktik“
CRB-Vorsitzender Thomas Mayer eröffnete den Abend und nutzte den Neujahrsempfang, um auf die bevorstehende Kommunalwahl am 8. März einzustimmen. Er rief zu Geschlossenheit, Engagement und einer klaren kommunalpolitischen Haltung auf.
Besonderen Applaus erhielt Mayer für die Ankündigung, dass CRB-Fraktionsvorsitzender Helmuth Barth einen Antrag zur Einstellung der Kommission zur Umbenennung historisch belasteter Straßennamen eingebracht hat (wir berichteten). Der CRB spricht sich stattdessen für eine sachliche Einordnung der Geschichte – etwa durch ergänzende Hinweise oder QR-Codes – und gegen kostenintensive Umbenennungen aus.
„Memmingen braucht eine starke, unabhängige kommunale Stimme“, betonte Mayer. „Keine Parteitaktik, sondern Verantwortung für die Stadt.“ Ein starker CRB sei kein Selbstzweck, sondern ein Gewinn für Memmingen. Zum Abschluss dankte er allen, die sich in Vereinen, im Ehrenamt, in der Nachbarschaft und in der Kommunalpolitik engagieren: „Sie halten unsere Stadt zusammen.“
Klare Positionen zu zentralen Memminger Themen
Im Anschluss skizzierte CRB-Fraktionsvorsitzender Helmuth Barth die wichtigsten kommunalpolitischen Schwerpunkte des CRB. Dabei wurde deutlich, wofür der Christliche Rathausblock steht:
- Gesundheitsversorgung: Die Nachnutzung des alten Klinikums soll sich konsequent am Bedarf der Memminger Bevölkerung orientieren – etwa durch bezahlbaren Wohnraum für Pflegekräfte, Auszubildende und junge Berufstätige.
- Mobilität und Parken: Verbesserungen im Memminger Osten, der Bau von Parkhäusern am Flughafen sowie moderne, digitale Parksysteme.
- Sport und Freizeit: Klare Unterstützung für die Sanierung und Erweiterung der Eissporthalle sowie für faire Eintrittspreise im neuen Schwimmwerk.
- Sicherheit und Ordnung: Mehr Präsenz von Polizei und Ordnungsamt, insbesondere in Parkanlagen und im Umfeld der Reichshainturnhalle.
- Stadtentwicklung und Wohnen: Deutliche Beschleunigung von Bauprojekten, Fokus auf sozialen Wohnungsbau und eine stärkere Rolle der Genossenschaften.
- Innenstadt und Lebensqualität: Belebung des Einzelhandels, mehr Bürgerfreundlichkeit, funktionierende Infrastruktur – von öffentlichen Toiletten bis zur Verkehrsführung.
- Umwelt und Ordnung: Konsequenter Umgang mit der Krähenproblematik sowie eine sachorientierte kommunale Wärmeplanung.
„100 Prozent Memmingen“
Der CRB versteht sich dabei als konstruktive Kraft, die Probleme klar benennt und praktikable Lösungen einfordert – stets unter dem Leitgedanken „100 Prozent Memmingen“.
Kandidatenvorstellung und Ausblick
Zum Abschluss stellten Wolfgang Courage und Herbert Gistl die 40 Kandidatinnen und Kandidaten für die Stadtratswahl auf unterhaltsame Weise vor. Ein eigens produzierter Videoclip mit einem eigens komponierten Wahlkampfsong rundete den Abend ab.
Krapfenaktion und Politischer Aschermittwoch
Abgerundet wurde der Ausblick auf die kommenden Wochen durch Hinweise auf weitere Termine: die CRB-Krapfenaktion für soziales Engagement am Faschingssamstag in der Fußgängerzone sowie den Politischen Aschermittwoch am 18. Februar im E-CON ArenaPark.