Um die Haushaltslage zu entspannen, hat der Memminger Stadtrat eine Anpassung der Grundsteuer-Hebesätze beschlossen. Symbolfoto: Lokale Archiv
Memmingen (dl/as). Der Memminger Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung eine Anpassung der Grundsteuer-Hebesätze beschlossen. Mit deutlicher Mehrheit wurden sowohl die Grundsteuer A (für land- und forstwirtschaftliche Flächen) als auch die Grundsteuer B (für bebaute und unbebaute Grundstücke) auf jeweils 440 Punkte angehoben. Sechs Stadträte stimmten gegen die Erhöhung.
Bisher lagen die Hebesätze bei 420 Punkten (Grundsteuer A) beziehungsweise 400 Punkten (Grundsteuer B). Durch die Anpassung rechnet die Stadt im Jahr 2026 mit Mehreinnahmen von rund 860.000 Euro. Diese zusätzlichen Mittel sind angesichts der angespannten Haushaltslage dringend notwendig.
Die Stadtverwaltung verweist darauf, dass sich Memmingen mit der Erhöhung im Vergleich zu anderen kreisfreien Städten weiterhin im moderaten Bereich bewegt. So liegen die Hebesätze beispielsweise in Kempten bereits deutlich höher, während auch andernorts weitere Anpassungen diskutiert werden.
Wichtige Einnahmequelle für die Kommune
Die Grundsteuer zählt zu den wichtigsten Einnahmequellen der Kommune. Die Einnahmen fließen vollständig in den städtischen Haushalt und werden unter anderem für öffentliche Aufgaben wie die Ausstattung von Schulen oder den Bau und Unterhalt von Spielplätzen verwendet.
Eine erneute Überprüfung der Hebesätze ist für die Jahre 2027 bis 2029 vorgesehen.