
Memmingen (dl): Die Scham, zum Arzt zu gehen, ist groß. Die Angst, entdeckt zu werden, noch größer: Rund neun Millionen Menschen leiden in Deutschland an Inkontinenz. Um den Betroffenen mit modernsten Therapiemethoden zur Seite zu stehen, arbeitet das Kontinenz- und Beckenbodenzentrum am Klinikum Memmingen auf Hochtouren. Jetzt wurde das Zentrum für weitere drei Jahre von der Deutschen Kontinenz Gesellschaft rezertifiziert.
„Diese für uns äußerst erfreuliche Rezertifizierung ist möglich aufgrund unserer hohen Expertise auf dem Gebiet der Diagnostik und Therapie von Harn- und Stuhlinkontinenz“, betonte der Chefarzt der Frauenklinik am Klinikum Memmingen, Privatdozent Dr. Felix Flock. „Zudem konnten wir nachweisen, dass wir eine hohe Zahl von Patienten mit Störungen des Beckenbodens behandeln.“
Das Beckenbodenzentrum des Klinikums Memmingen ist eines der wenigen in Deutschland, das durch die Deutsche Kontinenz Gesellschaft (DKG) zertifiziert wurde. „Diese Zertifizierung steht für einen hohen Qualitätsstandard“, betonte der Verwaltungsleiter des Klinikums, Diplom-Kaufmann Wolfram Firnhaber.

Foto: Häfele/Pressestelle Klinikum Memmingen
Im Beckenbodenzentrum arbeiten verschiedene Fachdisziplinen zusammen wie Urologie, Gynäkologie, Proktologie, Pädiatrie, Gastroenterologie, Neurologie und Physiotherapie.
Die Geschäftsführerin der Deutschen Kontinenz Gesellschaft, Christa Thiel begründete die Rezertifizierung des Kontinenz- und Beckenbodenzentrums mit den „gut belegten administrativen, personellen, technisch-apparativen und fachspezifischen Voraussetzungen“, die am Klinikum Memmingen gegeben seien.
„Ich freue mich auf eine Weiterentwicklung der Zentrumsarbeit in den einzelnen Fachbereichen des Klinikums“, betonte Chefarzt Flock mit Blick in die Zukunft.