Die Mitglieder des Behindertenbeirates v.l. hinten: Edmund Güttler, Brundhilde Engstle, Erika Winterwerb, Thomas Ulmer; Mitte: Ingrid Willner-Sambs, Yvonne Burkhardt, Inge Oberst, Simone Magel-Dipre; Vorn: Verena Gotzes, Regina Sproll. Foto: Anna Birk, Stadt Memmingen.
Memmingen (dl/as). Bei der jüngsten Sitzung des Behindertenbeirat der Stadt Memmingen im Rathaus der Memmingen standen neben einem Rückblick auf das vergangene Jahr insbesondere die geplanten Umbaumaßnahmen im Antonierhof und im Hallhof im Mittelpunkt der Beratungen.
Der Beirat blickte auf ein engagiertes Jahr 2025 zurück. Begleitet und angestoßen wurden verschiedene Projekte zur Verbesserung der Barrierefreiheit im Stadtgebiet, darunter auch die LEGO-Rampen-Aktion, die den Zugang zu Geschäften erleichtern soll. Der regelmäßige Austausch mit der Stadtverwaltung sowie mit Einrichtungen und Organisationen habe erneut gezeigt, wie wichtig es sei, Betroffene frühzeitig in Planungsprozesse einzubinden.
Pflaster stellt für viele Menschen ein Hindernis dar
Ein zentrales Thema der Sitzung waren Anträge zum geplanten Umbau des Antonierhofs und des Hallhofs. Das bestehende Pflaster bereitet dort insbesondere Menschen mit Mobilitätseinschränkungen Schwierigkeiten. Aber auch für Personen mit Kinderwagen oder Rollatoren sei der Untergrund teilweise nur schwer zu bewältigen.
Besonders intensiv wurde der Hallhof diskutiert. Der Platz hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend zu einem wichtigen Veranstaltungsort in der Memminger Innenstadt entwickelt. Mit der steigenden Zahl an Veranstaltungen wachse auch die Bedeutung einer barrierefreien Infrastruktur. Unebenes oder schwer befahrbares Pflaster könne die Teilhabe an kulturellen und öffentlichen Veranstaltungen deutlich einschränken und stelle zudem für Radfahrende ein erhöhtes Sturzrisiko dar.
Barrierefreiheit verbessert Aufenthaltsqualität für alle
Der Behindertenbeirat spricht sich deshalb dafür aus, Lösungen zu erarbeiten, die eine dauerhaft barrierearme Nutzung der Plätze ermöglichen. Barrierefreiheit komme nicht nur Menschen mit Behinderung zugute, sondern verbessere die Aufenthaltsqualität für alle Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste der Stadt.
„Der Beirat wird die weiteren Planungen konstruktiv begleiten und setzt sich weiterhin dafür ein, dass die Belange von Menschen mit Behinderung in allen städtischen Projekten frühzeitig und verbindlich berücksichtigt werden“, betonte die Vorsitzende Verena Gotzes.