Hier bejubeln die GEFRO-Indians den zweiten Treffer der Partie, am Ende setzten sie sich in der Overtime mit 43 durch und zogen ins Oberliga-Halbfinale ein. Bildschirmfoto: sprade.tv/Wolfgang Radeck
Hannover (rad). Man, war das spannend - und mit Happy End für die GEFRO-Indians. Zwar verspielte der ECDC bei den Hannover Indians eine 3:0-Führung, in der Overtime gelang aber der entscheidende Treffer durch Markus Lillich zum 4:3 (3:1/0:0/0:2/1:0)-Erfolg - der vierte Sieg im vierten Spiel und damit der "Sweep" ins Halbfinale.
Zwei Wermutstropfen allerdings sind die schweren Gesichtsverletzungen von Conner Blake und Linus Svedlund, die vorzeitig vom Eis mußten.
Neben den gesperrten Milan Pfalzer mußte Trainer Daniel Huhn den erkrankten Patrick Kurz verzichten, dafür rückte Timo Gams wieder ins Line-Up.
Hannover stand vor knapp 4.300 Fans unter Zugzwang, Memmingen zeigte sich davon allerdings wenig beeindruckt und hatte schon nach wenigen Augenblicken seine erste Möglichkeit. Nach gut fünf Minuten lag der Puck dann im Kasten der Hausherren, Tyler Spurgeon schloß eine schöne Kombination über Leon Fern und Felix Brassard zur Führung ab. Dann gab's erstmal 'ne Boxeinlage zwischen Jayden Schubert und Tim Krüger, beide kassierten fünf Strafminuten wegen "Kämpfens".
Die Memminger hatten die Partie weitgehend im Griff, im zweiten Powerplay gelang nach einer Viertelstunde auch das 2:0 - Brett Ouderkirk vollendete das Zuspiel von Tyler Spurgeon.
Keine halbe Minute später legte Nikita Krymskiy zum 0:3 nach, Hannover hatte zumindest hier eine Antwort und verkürzte durch Tom-Eric Bappert (17.) auf 1:3.
Hannover versuchte nochmals, ins Spiel zurück zu kommen. Aber die GEFRO-Indians hielten dagegen, auch in Unterzahl ließen sie zunächst nicht viel zu. Nach dem Powerbreak verpaßten es die Memminger, mit Kontern den vierten Treffer zu markieren und wieder mehr Ruhe ins eigene Spiel zu bringen. Dennoch ging das zweite, mitunter zerfahrene, Spieldrittel "gefühlt" nach Punkten an die Nord-Indianer - Memmingen hielt seinen Kasten aber sauber.
Auch im letzten Abschnitt waren die Niedersachsen zunächst das druckvollere Team, sie drängten auf den Anschlußtreffer. Aber Memmingen hielt dagegen, "killte" auch ein Unterzahlspiel, kam aber selbst in dieser Phase kaum zu eigenen Abschlüssen. Wie beinahe aus dem Nichts dann doch das 2:3, aus dem Gewühl heraus verkürzte Brent Aubin (51.) und "zündete" den Pferdeturm nochmals an. Hannover nun mit neuem Mut, machte viel Druck.
Conner Blake und Linus Svedlund verletzt vom Eis
Zu allem Überfluß mußten dann die Verteidiger Conner Blake und Linus Svedlund stark blutend vom Eis. Mit Folgen, Calder Anderson nutzte die momentane Unordnung in der Memminger Defensive zum 3:3 fünf Minuten vor dem Ende.
Markus Lillich entscheidet nach 15 Sekunden die Serie
Damit ging's in die Overtime. Dort waren gerademal 15 Sekunden gespielt, da drückte Markus Lillich die Scheibe zum 4:3 und damit zum Serien-Sieg in die Hannover'schen Maschen.
Weiter geht's für den ECDC Memmingen am Karsamstag, der Gegner steht noch nicht fest.
Mehr zu den GEFRO-Indians unter www.memmingen-indians.de.