Fußball

Martin Dausch kommt – Timo Gebhart bleibt

FC Memmingen setzt auf heimische Routine - Dausch im Interview

veröffentlicht am 01.01.2021

Martin Dausch kehrt nach seiner Profilaufbahn zum FCM zurück. Fotos: FC Memmingen

Memmingen (dl). Der Fußball-Regionalligist FC Memmingen verstärkt sich mit Ex-Profi Martin Dausch. Zudem hat auch Timo Gebhart bis zum Sommer 2022 beim FCM zugesagt und soll zusammen mit Dausch die jungen Spieler führen und formen.

Für den 34-jährigen Mittelfeldspieler Martin Dausch schließt sich mit der Rückkehr in sportlicher Hinsicht der Kreis. Noch als Jugendspieler gelang ihm in Memmingen unter dem damaligen und heutigen Trainer Esad Kahric der Durchbruch in der Bayernliga. Mit dem Wechsel im Januar 2006 zum VfB Stuttgart II startete er seine Profilaufbahn, die ihn zum VfR Aalen, Union Berlin, MSV Duisburg und 1. FC Saarbrücken führte.

Er bestritt über 300 Punktspiele von der Oberliga bis zur 2. Bundesliga und erzielte dabei 65 Tore. Dausch feierte zweimal mit Duisburg und einmal mit Aalen den Aufstieg in die 2.Bundesliga, zudem mit Aalen und dem VfB Stuttgart die Qualifikation für die 3. Liga. Die letzten anderthalb Jahre lief er für den SV Rot-Weiß Hasborn in der Oberliga Saarland auf und war hier auch als Co-Trainer tätig.

Nun zieht es den Routinier mit seiner Familie zurück in die Heimat. Er wird im elterlichen Betrieb in Markt Rettenbach einsteigen und will dem FCM im Kampf um den Klassenerhalt als Führungsspieler neben Timo Gebhart unterstützen.

Wie der sportliche Leiter Thomas Reinhardt mitteilt, hat Dausch bis Juni 2022 unterschrieben: „Wir freuen uns alle riesig, dass Martin zu uns zurückkehrt und wir neben Timo Gebhart einen weiteren ehemaligen Profi mit großer Erfahrung, fußballerischer Qualität und überragender Mentalität dazubekommen“.

Über seine Beweggründe und Zukunftsplanungen steht er im Interview Rede und Antwort.

Wie kam der Wechsel nach Memmingen zustande?

Martin Dausch: Plan A war eigentlich einmal Berufs-Feuerwehrmann zu werden. Jetzt zieht es mich aber in heimatliche Gefilde mit meiner Familie. Hier werde ich in den Familienbetrieb einsteigen. Die Firma Dausch Hallen gibt es bereits seit 1994 und ist stetig gewachsen. Ich freue mich Teil dieser Firma zu werden. Der Plan ist, dass ich einmal den Verkauf übernehme. Die Firma ist übrigens auch nach meinem Weggang als Sponsor dem FCM bis heute verbunden geblieben. Der Gedanke war immer da, dass ich einmal zurückkehre und es war immer mein Wunsch, noch einmal für den FC Memmingen zu spielen. Irgendwie war ich auch nie richtig weg.

Hatten Sie während der Profijahre weiter Kontakt mit dem FCM?

Martin Dausch: Ja, vor allem mit Hamppi (Anmerkung: Betreuer Andreas Hampp). Er hat mich auf all meinen Stationen immer wieder besucht. Ihm habe ich auch versprochen, noch einmal in Memmingen zu spielen (lacht). Auch mit Helmuth Barth und anderen ist der Kontakt nie abgerissen. Dank einer FCM Ergebnis WhatsApp Gruppe war ich quasi bei jedem Spiel live dabei. So konnte ich meinen FCM immer verfolgen.

Wer ist denn aus ihrer Jugendzeit in Memmingen noch da?

Martin Dausch: Esad Kahric war schon damals mein Trainer, unter dem ich den Sprung in den Seniorenbereich gemacht habe. Thomas Reinhardt ist jetzt sportlicher Leiter, mein damaliger Mitspieler Markus Kramer jetzt Schatzmeister.

Ihre Profilaufbahn haben Sie in Saarbrücken abgeschlossen. Bei ihrer letzten Station quasi nebenan beim Amateur-Oberligisten SV Hasborn waren Sie nicht nur Spieler sondern auch Co-Trainer:

Martin Dausch: Wir hatten in Hasborn viele junge Spieler. Es hat sehr viel Spaß gemacht. In drei Spielen war ich auch verantwortlicher Trainer, dass war eine wertvolle Erfahrung, hier Entscheidungen zu treffen.

Im Herbst waren Sie schon bei einer Trainingswoche in Memmingen dabei und haben nicht nur beim sportlichen Leiter Thomas Reinhardt offenbar mit ihrem Einsatz und Fitness einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Wie fit sind Sie?

Martin Dausch: Ja, jetzt mit Corona und nach Weihnachten (lacht) … nein, da mache ich mir keine Sorgen. Ich kenne Esad Kahric. Wenn einer jemanden auf Vordermann bringen kann, dann er.

Sie haben in ihrer Karriere einige Erfolge feiern dürfen, hatten aber auch Rückschläge mit Verletzungen. Wie lange wollen Sie noch Fußball spielen?

Martin Dausch: Erst einmal habe ich bis Sommer 2022 beim FCM zugesagt. Spielen will ich, solange es geht, ich Lust habe und der Körper mitmacht. Aber da setze ich auch auf Esad, dass er ein Auge auf mich hat. Ich hatte in meiner Karriere ja einige Verletzungen. In Hasborn mit dreimal Training in der Woche lief es von der Belastung her gut und ich war verletzungsfrei.

Beim FC Memmingen steigen Sie in den Abstiegskampf der Regionalliga ein. Was ist drin?

Martin Dausch: Ich habe die Mannschaft schon kennengelernt. Das Potenzial ist da, Timo Gebhart ist herausragend. Ich glaube, wir können uns gut ergänzen und mit unserer Erfahrung die jungen Spieler führen