Die GEFRO-Indians (in schwarz) hatten deutlich mehr Möglichkeiten, mußten sich aber mit einem Zähler gegen Höchstadt zufrieden geben. Foto: Michael Geiger
Memmingen (rad). Nach zwölf Siegen in Serie hat es den ECDC Memmingen wieder "erwischt". Gegen die Höchstadt Alligators setzte es mit 2:3 (1:0/1:1/0:1/0:0/0:1) nach Penaltyschießen eine nicht unbedingt erwartete Heimniederlage und mußten sich mit einem Zähler zufrieden geben.
Die Memminger mußten erneut auf den verletzten Denis Fominych sowie auf Timo Gams (krank) und den noch gesperrten Jayden Schubert verzichten. Dafür stand Robert Peleikis wieder im Line-Up. Bei Höchstadt fehlte u.a. mit Anton Seewald einer der offensivstärksten Kräfte.
Auftakt nach Maß für die Einheimischen, im Powerplay lenkte Höchstadts Martin Vojcak einen Schuß von Eddy Homjakovs zur Memminger Führung ins eigene Tor (4.). Die Indians blieben dran, setzten die Alligators unter Druck - aber der zweite Treffer wollte (noch) nicht fallen. Die beste Gelegenheit hatte Tyler Spurgeon in der 12. Minute, er wurde im letzten Moment am Abschluß gestört. Zwei Minuen später scheiterte der Memminger Kapitän am Gestänge.
Memmingen hatte auch im zweiten Durchgang die Partie zunächst im Griff, aber es fehlte ein wenig der Zug zum Tor. Den zeigten die Gäste in der 27. Minute bei einem Konter, den Roman Zap zum 1:1 verwertete. Höchstadt schnupperte sogar an der Führung, hatte die Möglichkeit in Überzahl. Aber die Indians setzten per Shorthander von Brett Ouderkirk den nächsten Treffer - 2:1 in der 30. Minute.
Die Partie nahm nun wieder mehr Fahrt auf, Höchstadt hielt mehr als nur dagegen, aber die Indians waren es, die dem dritten Treffer näher waren. Dennoch, die Memminger gingen in dieser Phase schon ziemlich fahrlässig mit ihren Gelegenheiten um. Mit dem knappen 2:1-Vorsprung ging's in die zweite Pause.
Es blieb vor über 1.600 Fans spannend, auch, weil die Memminger im Abschluß die nötige Präzision vermissen ließen. Und auch in Überzahl nicht konsequent genug agierten und damit die Gäste im Spiel hielten. Die benötigten im Kampf um einen Play-Off-Platz unbedingt den Ausgleich. Der gelang Michail Guft-Sokolov in der 51. Minute mit einem Gewaltschuß ins lange Eck.
Höchstadt hatte in der Schlußphase in zweifacher Überzahl - beide Strafen waren sehr kleinlich ausgelegt - sogar noch die Möglichkeit, den Siegtreffer zu erzielen. Memmingen kämpfte sich in die Overtime und überstand die knifflige Unterzahlsituation, es ging ins Penaltyschießen.
Die ersten acht Schützen scheiterten, Eden Hofverberg verwandelte für Höchstadt, Connor Blake legte nach, aber Höchstadts Tyler Gron entschied dann die Partie.
Am Sonntag (18 Uhr) steht für die GEFRO-Indians das Duell beim direkten Verfolger Tölzer Löwen auf dem Programm.
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