Richtiges Mülltrennen ist die Grundvoraussetzung, damit Recycling funktioniert. Foto: WRZ Hörger GmbH &Co. KG, Stetten
Unterallgäu (dl/as). Richtig getrennte Abfälle ermöglichen hochwertiges Recycling und sparen Kosten. Zum Weltrecyclingtag am 18. März klärt die Abfallwirtschaft des Landkreises Unterallgäu über häufige Fehler bei der Mülltrennung auf.
Zum jährlich am 18. März stattfindenden Weltrecyclingtag räumt die Abfallwirtschaft des Landkreises Unterallgäu mit einem verbreiteten Vorurteil auf: Der getrennte Müll werde am Ende ohnehin wieder zusammengeschüttet. „Das stimmt nicht“, betont Edgar Putz, Leiter der Abfallwirtschaft am Landratsamt Unterallgäu.
Falsch getrennte Abfälle
Vielmehr sei eine korrekte Mülltrennung die Voraussetzung für funktionierendes Recycling. Problematisch seien jedoch zahlreiche Fehlwürfe in den Tonnen. „Ob Plastik in der Biotonne, Energiesparlampen im Glascontainer, Radkappen in der Gelben Tonne oder E-Zigaretten im Restmüll – solche Fehler führen dazu, dass die getrennt gesammelten Stoffe nur mit großem Aufwand oder teilweise gar nicht mehr verwertet werden können“, erklärt Putz. In manchen Fällen könnten falsch entsorgte Abfälle sogar gefährliche Brände auslösen.
Falsch getrennte Abfälle verschlechtern zudem die Qualität der gesammelten Wertstoffe und verursachen zusätzliche Kosten für das Aussortieren und die Entsorgung. Diese Kosten schlagen sich letztlich auch in den Abfallgebühren nieder, die von den Bürgerinnen und Bürgern bezahlt werden.
Auch biologisch abbaubare Kunststofftüten sind problematisch
Nur sortenrein erfasste Wertstoffe – etwa Glas, Papier oder Leichtverpackungen – ermöglichen ein hochwertiges Recycling. Auch Bioabfälle könnten nur sinnvoll verwertet werden, wenn sie frei von Kunststoffen seien. „Selbst biologisch abbaubare Kunststofftüten sind im Verwertungsprozess problematisch – genauso wie herkömmliche Plastiktüten“, so Putz.
Wer Wertstoffe aus Bequemlichkeit über die Restmülltonne entsorgt, entzieht sie dem Stoffkreislauf. Restmüll wird überwiegend verbrannt; dabei wird lediglich Energie in Form von Strom und Wärme gewonnen, während nur Metallschrott zurückgewonnen werden kann.
Aktiver Beitrag zum Umweltschutz
„Wer richtig und konsequent trennt, hält wertvolle Rohstoffe im Kreislauf und leistet einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz“, sagt Putz. Gleichzeitig könne Mülltrennung auch finanziell Vorteile bringen: Wer weniger Restmüll produziert, komme oft mit einer kleineren Restmülltonne aus und spare so Abfallgebühren.
Hilfestellung bei der richtigen Entsorgung bietet das Unterallgäuer Abfall-ABC. Dort sind für mehr als 500 verschiedene Abfälle die passenden Entsorgungswege aufgeführt. Das Abfall-ABC ist in der Unterallgäu-App sowie online unter
www.unterallgaeu.de/abfall-abc verfügbar.
Bei weiteren Fragen zur Mülltrennung gibt die Kommunale Abfallwirtschaft Auskunft unter (08261) 995-8090.