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Natürliche Landschaftspflege

Wasserbüffel stärken Natur und Artenvielfalt

veröffentlicht am 21.04.2026
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Die Wasserbüffel mit ihrem Nachwuchs. Foto: Manuela Frieß/ Pressestelle Stadt Memmingen

Memmingen (dl/as). Zwischen Ach und Einöde bei Steinheim grasen seit einiger Zeit ganz besondere Landschaftspfleger: Wasserbüffel. Die Tiere helfen bereits im zweiten Jahr dabei, rund zehn Hektar städtische Ausgleichsflächen in Schuss zu halten – ganz ohne Maschinen Dabei werden sie selbst zur Attraktion.

Die Tiere gehören dem Steinheimer Ehepaar Lea und Robin Robrook. „Wasserbüffel sind die idealen Landschaftspfleger. Sie verhindern die Verbuschung, halten das Gras kurz und haben kein Problem mit feuchten Wiesen“, erklärt Robin Robrook. Genau diese Eigenschaften machen sie für den Naturschutz besonders wertvoll. Durch Fraß, Tritt und das Anlegen von Suhlen entsteht eine strukturreiche Landschaft, die zahlreichen Tier- und Pflanzenarten zugutekommt.

Auch Ferdinand Fehler von der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Memmingen sieht große Vorteile: Die extensive Beweidung fördert gezielt die Artenvielfalt. Vor allem insektenfressende Vögel und lichtliebende Pflanzen profitieren von den offenen, naturnah gepflegten Flächen. Gleichzeitig reduziert sich der Pflegeaufwand für die Stadt erheblich, da auf aufwendige Mäharbeiten weitgehend verzichtet werden kann.

"Werten die Flächen enorm auf"

Bei einem Ortstermin überzeugten sich Oberbürgermeister Jan Rothenbacher und Dritter Bürgermeister Hans-Martin Steiger persönlich von dem Projekt. „Die Büffel werten die Flächen enorm auf und sind zudem ein echter Anziehungspunkt – besonders für Familien“, so Rothenbacher.

Die Herde, die mittlerweile aus mehr als 20 Tieren besteht, lebt im Herdenverbund und wird von der Familie Robrook betreut. Trotz ihres ruhigen Wesens bitten die Halter um Vorsicht: „Gerade mit Jungtieren auf der Weide sollten Besucher unbedingt Abstand halten.“

Baustein für mehr Biodiversität

Das Projekt zeigt beispielhaft, wie nachhaltige Landschaftspflege funktionieren kann. Neben Wasserbüffeln kommen auf weiteren Ausgleichsflächen bereits Schafe, Pferde und Hochlandrinder zum Einsatz – künftig auch Alpakas. Für die Stadt Memmingen ist klar: Naturnahe Beweidung ist ein wichtiger Baustein für mehr Biodiversität und lebendige Kulturlandschaften.