In einer bis in die Schlußphase engen Partie behielten die GEFRO-Indians (in schwarz) vor 2.226 Fans die Oberhand und führen in der Serie nun 3:0. Foto: Wolfgang Radeck
Memmingen (rad). Play-Off-Wahnsinn am Memminger Hühnerberg: Im dritten Spiel der Serie drehten die GEFRO-Indians einen 1:3-Rückstand gegen die Hannover Indians zum 6:3 (1:2/1:1/4:0)-Sieg - dem dritten Erfolg im dritten Spiel der Serie. Die Entscheidung fiel in den letzten sechs fulminanten Memminger Minuten mit drei Treffern.
Personell konnten die GEFRO-Indians unverändert in den dritten Vergleich mit den Indians aus Hannover gehen.
Die Gäste zeigten von über 2.200 Zuschauern eine deutliche Reaktion nach den beiden Niederlagen und erwischten einen guten Start. Brent Aubin traf schon nach drei Minuten, Fedor Kolupaylo versenkte ein Break nach sechs Minuten zum 0:2. Memmingens Trainer Daniel Huhn nahm die frühe Auszeit, seine Jungs kamen langsam besser ins Spiel. Zwar überstanden die Gäste zwei Strafzeiten, aber die Chancen waren nun da. Felix Brassard veredelte kurz vor der ersten Pause einen Zuckerpaß von Linus Svedlund zum wichtigen 1:2.
Mit viel Druck kamen die Hausherren aus der Kabine, der mögliche Ausgleich gelang aber nicht. Hannover konnte sich nach und nach wieder befreien und setzte gefährliche Nadelstiche. In der 26. Minute setzte Fedor Kolupaylo zu einem Solo an, wurde nicht wirklich gut gestört und stellte mit einem fulminanten Handgelenkschuß auf 1:3. Der Treffer zeigte WIrkung, Memmingen verlor den Faden, brauchte einige Zeit, um wieder Akzente zu setzen. Conner Blake packte in Überzahl den Hammer aus und verkürzte in der 37. Minute zum neuerlichen Anschlußtreffer.
Brertt Ouderkirk und Denis Fominych verpaßten den schnellen Ausgleich in der ersten Minute nach Wiederbeginn. Dann der Rückschlag, Milan Pfalzer erhielt eine 5-Minuten zzgl. einer Matchstrafe aufgebrummt.
Sieben Minuten Unterzahl am Stück und der Ausgleich
Aber das "Penalty-Killing" funktionierte, Hannover hatte nicht wirklich eine gute Möglichkeit - im Gegenteil: Nikita Krymskiy verwandelte einen Konter zum 3:3 in der 46. Minte. Sie überstanden die fünfminütige Unterzahl, ebenso eine weitere gleich darauf folgende Strafe gegen Nikita Krymskiy - beinahe sieben MIinuten in Unterzahl am Stück.
Geniestreich von Markus Lillich
Dann nahm Markus Lillich mächtig Anlauf, spielte sich durch die Hannover'schen Reihen und brachte seine Farben mit einem Handgelenks-Knaller erstmals in Führung (54.). Die Gäste gingen volles Risiko und liefen in einen Konter - Denis Fominych brachte den Puck zwar nicht im Tor unter, wurde aber gelegt und die Entscheidung hieß "Technisches Tor" - 5:3 in der 59. Minute. Felix Brassard setzte den Schlußpunkt mit dem Treffer ins leere Tor.
Am Freitag steht die vierte Partie in der Serie an, dann um 20 Uhr am Pferdeturm in Hannover. Dann könnten die GEFRO-Indians mit einem Sieg die Serie bereits entscheiden.
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