Oberbürgermeister Jan Rothenbacher (Mitte hinten) begrüßte die zahlreichen Gäste, bevor der Richtspruch verlesen wurde. Foto: V. Weyrauch/ Pressestelle Stadt Memmingen
Memmingen (dl/as). Knapp ein Jahr nach dem Spatenstich ist der nächste große Schritt geschafft: Beim Neubau des Feuerwehrhauses im Memminger Stadtteil Eisenburg wurde Richtfest gefeiert. Zahlreiche Gäste aus Stadtverwaltung, Stadtrat, Feuerwehr und beteiligten Firmen nahmen daran teil.
Oberbürgermeister Jan Rothenbacher zeigte sich erfreut über den Baufortschritt: „Schon heute ist zu erkennen, dass hier ein Gebäude entsteht, das die Feuerwehr in Eisenburg für Jahrzehnte gut aufstellt.“
Traditioneller Richtspruch und Einblicke in den Rohbau
Ein Höhepunkt des Richtfests war der klassische Richtspruch der Zimmerleute der Firma Zettler. Im Anschluss konnten die Gäste das Gebäude im aktuellen Rohbauzustand besichtigen und sich einen Eindruck von den künftigen Räumlichkeiten verschaffen.
Moderne Ausstattung auf rund 595 Quadratmetern
Der Neubau bietet auf etwa 595 Quadratmetern Nutzfläche optimale Bedingungen für den Feuerwehrbetrieb. Geplant sind unter anderem:
- Fahrzeughalle mit zwei Stellplätzen
- Umkleiden sowie Wasch- und Sanitärräume
- Schulungsraum und separater Jugendraum
- Büro, Teeküche und Lagerflächen
- Barrierefreie WC-Anlagen
Auch im Außenbereich wird umfassend geplant – mit Alarmplätzen, Übungsflächen und zusätzlichen Stellmöglichkeiten.
Nachhaltig gebaut – regional gedacht
Besonderes Augenmerk liegt auf Nachhaltigkeit und Regionalität: Das Gebäude wird in gedämmter Massivholzbauweise errichtet – mit Holz aus dem Memminger Stadtwald, das regional verarbeitet wurde.
Eine wirtschaftliche und nutzungsoptimierte Wärmeversorgung wird durch Infrarotheizung mit Nutzung von regenerativer Energie aus der Photovoltaikanlage gewährleistet. Durch einen Stromspeicher kann der Eigenverbrauch erhöht und der kostengünstige Betrieb gesichert werden.
Das Gebäude wird mit Gründach und Biodiversitätselementen ausgestattet. Die Außenanlagen werden naturnah gestaltet und zur Regenwasserrückhaltung wird eine Zisterne eingebaut, die für Löschwasser genutzt wird. Der Baumbestand und der begrünte Erdwall bleiben größtenteils erhalten und werden um weitere standortgerechte Neupflanzungen ergänzt.
Fertigstellung bis Ende 2026 geplant
Der Baubeginn erfolgte im April 2025, seit Anfang 2026 laufen die Ausbau- und Installationsarbeiten im Inneren. Die Fertigstellung des Feuerwehrhauses ist für Ende 2026 vorgesehen.
Investition in Sicherheit und Zukunft
Die Gesamtkosten für das Projekt liegen bei rund 3,7 Millionen Euro, wovon etwa 363.000 Euro durch Fördermittel gedeckt werden.