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Schwierige Rahmenbedingungen für alle Kommunen

Trotz angespannter Lage: Unterallgäu finanziell noch gut aufgestellt

veröffentlicht am 28.01.2026
Landratsamt

Trotz steigender Sozialausgaben und wachsender Umlagen steht der Landkreis im Vergleich noch solide da. Archivfoto: Lokale

Unterallgäu (dl/as). Der Landkreis Unterallgäu will auch 2026 auf hohem Niveau investieren – stellt sich aber auf unsichere Zeiten ein. Steigende Sozialausgaben und wachsende Umlagen belasten die Kommunalfinanzen, dennoch steht der Landkreis im Vergleich weiterhin solide da.

„Wir haben schwierige Rahmenbedingungen“, machte Kreiskämmerer Sebastian Seefried im Kreisausschuss deutlich. Bundesweit geraten die Kommunalfinanzen unter Druck: Vor allem die Sozialausgaben steigen stark und lassen sich kaum durch höhere Steuereinnahmen auffangen. Dennoch profitiert das Unterallgäu von früheren strategischen Entscheidungen und einer bislang stabilen Einnahmesituation.

Solide Einnahmen und gute Ausgangsbasis

Ein wichtiger Indikator ist die sogenannte Umlagekraft. Sie steigt 2026 auf 234,6 Millionen Euro – ein Plus von 5,5 Prozent. Damit liegt das Unterallgäu im schwäbischen Vergleich auf Platz drei. Auch die Steuereinnahmen der Gemeinden entwickeln sich insgesamt positiv, wenngleich die finanzielle Lage vor Ort sehr unterschiedlich ist.

Hohe Investitionen – Schwerpunkt Schulen und Kliniken

Dank der stabilen Ausgangslage plant der Landkreis auch 2026 Investitionen auf hohem Niveau: 21,6 Millionen Euro sind vorgesehen. Der Fokus liegt auf Schulen und Kliniken. Zusätzlich greift der Landkreis moderat auf Rücklagen zurück und plant eine Kreditaufnahme.

Blick nach vorn: Vorsicht ist geboten

Die Finanzplanung bleibt unsicher. Besonders die steigende Bezirksumlage belastet den Haushalt deutlich. Landrat Alex Eder und der Kämmerer mahnen daher zu Zurückhaltung und einer Konzentration auf Pflichtaufgaben. Große Schulbaumaßnahmen stehen in den kommenden Jahren an – andere Projekte sollen vorerst zurückgestellt werden.

Kreisumlage soll moderat steigen

Um die wachsenden Sozialausgaben zu finanzieren, empfiehlt die Verwaltung eine Erhöhung der Kreisumlage auf 50 Prozentpunkte. Trotz dieser Anpassung bleibt die Belastung für die Gemeinden unter dem Niveau früherer Jahre.

Der Haushaltsplan wird derzeit in den Ausschüssen beraten und soll am 23. März vom Kreistag beschlossen werden.