Die Lokale Memmingen
Gefro AOK JB Sport Enerix Brommler Golfclub Memmingen Landestheater Schwaben Cineplex Kaminwerk Memmingen FC Memmingen Rechtsanwalt Philipp Hacker Illerlive Radio AllgäuHit

Verluste bei den etablierten Parteien

Wahlbeteiligung zum Memminger Stadtrat gestiegen

veröffentlicht am 09.03.2026
Kommunalwahlen

Die Stimmenverteilung bei der Stadtratswahl Memmingen 2026 (vorläufiges Ergebnis). Grafiken: votegroup GmbH

Memmingen (as/rad). Die Zusammensetzung des Memminger Stadtrats bleibt mit neun Parteien gleich, allerdings hat sich die Sitzverteilung geändert. Die AfD hat vier Sitze dazugewonnen, der CRB und die Linken je einen. Dafür mussten die CSU, Die Grünen, die Freien Wähler, die SPD, die ÖDP und die FDP je einen Sitz im Stadtparlament abgeben. Mit der Stärkung der AfD und der Linken wird die Meinungspalette zu den „Rändern“ des politischen Spektrums hin ausgeweitet.

Kommunalwahlen

So sieht die künftige Sitzverteilung im Stadtrat Memmingen aus (vorläufiges Ergebnis).

Die Wahlbeteiligung lag mit 51,6 Prozent deutlich höher als 2020, das heißt aber auch, dass 48,4 Prozent der wahlberechtigten Bürger nicht an die Urnen gingen.

CSU mit nur noch neun Sitzen stärkste Kraft

Die Stimmenmehrheit hält nach wie vor die CSU mit 23,1 Prozent (minus 3,1) der Stimmen. Allerdings wird sie in Zukunft nur noch mit neun statt zehn Sitzen im Stadtrat vertreten sein. Die meisten Stimmen entfielen auf den Spitzenkandidaten Klaus Holetschek, MdL, gefolgt von Michael Ruppert und Sabine Rogg. Außerdem im Rathaus vertreten sind Christoph Baur, Isabella Salger, Horst Holas, Dr. jur. Julia Kössinger, Pedro Ferraz Mendes und Stephan Zettler. Die Zweite Bürgermeisterin Margareta Böckh hatte sich nicht mehr zur Wahl gestellt.

Auch die SPD verliert einen Sitz

Die SPD kam diesmal nur auf 13,9 Prozent (minus 2,9 Prozent) und verlor damit einen Sitz (von sieben auf sechs Sitze). Die meisten Stimmen holte wie auch bei der letzten Stadtratswahl Ivo Holzinger junior gefolgt von Matthias Reßler und Petra Beer. Außerdem vertreten sind Rolf Spitz, Lena Lachmann und Maximilian Stoll. Bürgermeister Dr. Hans-Martin Steiger trat nicht mehr zur Wahl an.

AfD wird zweitstärkste Partei

Das größte Plus (10,5) hat die AfD mit 15,8 Prozent der Stimmen zu verzeichnen. Erstmals 2020 mit zwei Sitzen vertreten, ist die Alternative für Deutschland nun im Memminger Stadtrat mit sechs Sitzen deutlich stärker beteiligt. Neben Christoph Maier und Genovefa Kühn ziehen nun Maximilian Deininger, Karl Bühler, Titus Jurca und Klaus Bergmiller ins Stadtparlament ein.

CRB-Vorstand ist nicht mehr dabei

Der Christliche Rathausblock, bei der letzten Wahl der größte Verlierer, ging diesmal gestärkt aus der Wahl hervor. Der CRB holte 12,1 Prozent der Stimmen (plus 2,3 Prozent) und hat nun fünf statt vier Sitze im neuen Stadtrat. Die meisten Stimmen holte Uwe Rohrbeck, mit ihm sind Manuel Dehn, Bastian Dörr und Thomas Mayer und erstmals auch Kathrin Fleschhut vertreten.

Freie Wähler verlieren einen Sitz

Stimmeinbußen gab es bei den Freien Wählern (minus 1,8 Prozent), insgesamt gewann die FW 10,3 Prozent der Wählerstimmen und sind jetzt statt wie bislang mit fünf nur noch mit vier Mitgliedern im Stadtrat vertreten. „Stimmenkönig“ ist hier Spitzenkandidat Gottfried Voigt, dicht gefolgt von Jürgen Kolb. Mit von der Partie im Stadtrat sind auch wieder Hans Pfalzer und Christof Heuss.

Nur noch vier Sitze für die Grünen

Auch die Grünen haben mit 10,4 Prozent einen Sitz verloren (jetzt vier). Mit einigem Abstand die meisten Stimmen erhielt Grünen-Stadtrat Professor Dr.-Ing. Dieter Buchberger. Neben ihm sind Dr. Monika Schunk, Stefanie Herb-Müller und Joachim Linse für die Grünen im Parlament.

Zwei neue Gesichter bei der ÖDP

Auch die ÖDP ist in der Wählergunst gesunken– holte sie 2020 noch 9,5 Prozent der Stimmen, sind es jetzt nur noch 6,9 Prozent. Damit verliert die ÖDP einen Sitz (von vier auf drei). Nach wie vor stärkstes Zugpferd ist der Fraktionsvorsitzende Michael Hartge. Mit ihm im Parlament sind Nina Keckeis (ehem. Hartge) und Michael Karrer.

Die Linke stärker im Stadtrat vertreten

Mit 2,7 Prozent der Wählerstimmen gelang der Linken mit Spitzenkandidat Rupert Reisinger der Einzug ins Stadtparlament. Nun konnte die Partei die Zustimmung der Wähler mit 5,0 Prozent fast verdoppeln. Neben Rupert Reisinger zieht Aras Çiğdem in den Stadtrat ein.

FDP hat nur noch einen Sitz

Die FDP, die bei der letzten Wahl zugelegt hatte und auf 4,5 Prozent kam, liegt jetzt nur noch bei 2,2 Prozent. Damit ist nur noch bislang mit nur einem Sitz im Stadtrat vertreten, hat 2,3 Prozent Stimmen zugelegt. (insgesamt 4,5 Prozent). Vertreter der Liberalen im neuen Stadtrat ist Aykut Turgut.