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Versorgungslücken bei digitaler Infrastruktur

Leonet setzt Glasfaserausbau in Amendingen nicht um

veröffentlicht am 26.05.2026
Glasfaserangebot LEW Highspeed der Lechwerke

Die Stadt sucht einen anderen Partner für den Ausbau in Amendingen und den bislang unversorgten Gebieten. Symbolfoto Archiv: LEW

Memmingen (dl/as). Der geplante Glasfaserausbau im Amendingen wird vorerst nicht umgesetzt. Das Telekommunikationsunternehmen Leonet hat der Stadt Memmingen mitgeteilt, sich aus dem Ausbauvorhaben zurückzuziehen. Betroffen sind rund 1.600 Haushalte und Gewerbebetriebe.

Oberbürgermeister Jan Rothenbacher zeigte sich enttäuscht über die Entscheidung: „Ich bedaure sehr, dass sich Leonet zurückzieht. Jedoch werden wir alles daransetzen, einen anderen Partner für den Ausbau in Amendingen und den bislang unversorgten Gebieten zu gewinnen.“

Auch Förderprogramme werden untersucht

Die Stadtverwaltung prüft nun alternative Möglichkeiten, um den Glasfaserausbau dennoch voranzubringen. „Die Verwaltung befindet sich laufend in Gesprächen mit Telekommunikationsunternehmen und prüft alternative Möglichkeiten für den eigenwirtschaftlichen Ausbau. Parallel dazu werden auch Förderprogramme untersucht“, erklärt Breitbandbeauftragter Michael Haider.

Die Stadt Memmingen verfolgt weiterhin das Ziel, die digitale Infrastruktur auszubauen und möglichst vielen Haushalten Zugang zu leistungsfähigen Glasfaseranschlüssen zu ermöglichen. Hintergrund ist das bundesweite Ziel, bis 2030 flächendeckend Glasfaseranschlüsse bereitzustellen.

Glasfaserquote in Memmingen bei 25 Prozent

Derzeit liegt die Glasfaserquote in Memmingen bei rund 25 Prozent. Neben Amendingen bestehen aktuell auch in den Stadtteilen Eisenburg, Buxach/Hart und Volkratshofen noch größere Versorgungslücken. Auch in anderen Bereichen des Stadtgebiets sieht die Stadt weiteren Ausbaubedarf.