Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West warnt derzeit verstärkt vor Betrügern, die sich als Heizungstechniker ausgeben.
Memmingen (as). Wenn die Heizung bei den aktuellen Januartemperaturen ausfällt, ist die Not groß. Doch Vorsicht: Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West warnt derzeit verstärkt vor Betrügern, die die Notlage verzweifelter Bürger in der Region Memmingen schamlos ausnutzen.
Es ist das Albtraum-Szenario für jeden Haushalt: Draußen herrscht Frost, und drinnen bleiben die Heizkörper kalt. Wer in dieser Situation im Internet nach einem schnellen Notdienst sucht, landet oft bei professionell gestalteten Werbeanzeigen, die sofortige Hilfe versprechen. Doch hinter den anonymen Hotlines stecken häufig bundesweit agierende Betrügerbanden statt lokaler Handwerksbetriebe.
Die Masche der „Heizungs-Haie“
Die Masche ist fast immer identisch: Die vermeintlichen Techniker treffen meist zügig ein, führen jedoch nur oberflächliche oder sogar unnötige Arbeiten aus. Das böse Erwachen kommt bei der Abrechnung: Es werden horrende Summen für Anfahrt, Nachtzuschläge oder völlig überteuerte Ersatzteile verlangt – oft im vierstelligen Bereich. Die Täter setzen die Kunden massiv unter Druck, den Betrag sofort in bar oder per EC-Karte zu begleichen.
So schützen Sie sich vor Betrug
Damit Sie nicht im Kalten sitzen und gleichzeitig Ihr Geld verlieren, empfiehlt die Polizei und der Verbraucherschutz:
- Regionalität prüfen: Achten Sie im Impressum der Website auf eine echte Adresse in Memmingen oder dem Unterallgäu. Seien Sie skeptisch bei 0800-Nummern ohne Ortsbezug.
- Festpreise vereinbaren: Fragen Sie bereits am Telefon nach den konkreten Kosten für Anfahrt und die erste Arbeitsstunde. Ein seriöser Betrieb kann Ihnen Richtwerte nennen.
- Keine Barzahlung unter Druck: Unterschreiben Sie keine Verträge, die Sie nicht verstehen, und lassen Sie sich nicht zur Barzahlung drängen. Bestehen Sie auf eine detaillierte Rechnung.
- Nachbarn fragen: Oft kennen Nachbarn oder Vermieter einen ortsansässigen Installateur, der auch im Notfall erreichbar ist.
Was tun im Ernstfall?
Sollten die „Handwerker“ bereits vor Ort sein und Sie bedrängen, zögern Sie nicht, die Polizei zu rufen. Wer bereits Opfer geworden ist, sollte den Vorfall unbedingt bei der Polizeiinspektion Memmingen (Tel. 08331/1000) anzeigen. Nur so können die Ermittler den Tätern auf die Spur kommen und andere Bürger warnen.