Die Regierungsfraktionen im Bayerischer Landtag aus CSU und Freien Wählern stellt für "Ein Sommernachtstraum" insgesamt 25.000 Euro zur Verfügung. Archivfoto: Die Lokale
Noch bevor das Landestheater Schwaben im Mai die neue Spielzeit vorstellt, sorgt ein besonderes Projekt bereits für Aufmerksamkeit: Im Juni 2027 wird William Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" als Open-Air-Inszenierung unter freiem Himmel auf die Bühne gebracht.
Für dieses Vorhaben stellen die Regierungsfraktionen im Bayerischer Landtag aus CSU und Freien Wählern insgesamt 25.000 Euro zur Verfügung. Die Entscheidung fiel am 23. April im Rahmen der Haushaltsabstimmungen. Bereits am Folgetag bedankte sich Intendantin Sarah Kohrs persönlich bei Klaus Holetschek, Fraktionsvorsitzender der CSU und Landtagsabgeordneter für Memmingen, bei einem Besuch im Theater.
Über 30 Millionen Euro für Kunst und Kultur
Die Förderung erfolgt im Rahmen der sogenannten Fraktionsinitiativen im Doppelhaushalt 2026/2027, bei denen die Regierungsfraktionen gezielt Projekte in ganz Bayern unterstützen. Insgesamt werden rund 600 Vorhaben gefördert, davon über 30 Millionen Euro im Bereich Kunst und Kultur. Auch das Landestheater Schwaben, das mit seinem Sitz in Memmingen eine wichtige Rolle in der kulturellen Versorgung der Region einnimmt, gehört zu den ausgewählten Einrichtungen.
Mit dem geplanten Sommerprojekt setzt das Theater bewusst auf ein besonderes Erlebnis für ein breites Publikum. „Ein Sommernachtstraum“ vereint Fantasie, Romantik und Humor und zählt zugleich zu den bedeutenden Werken der Theatergeschichte.
Gesamtes Ensemble auf der Bühne
Die Inszenierung entsteht unter der Regie von Intendantin Sarah Kohrs, während Bühnen- und Kostümbild von Ausstattungsleiterin Monika Gora gestaltet werden. Erstmals wird dabei das gesamte Ensemble des Hauses gemeinsam auf der Bühne stehen, einschließlich des Jungen Landestheaters Schwaben.
Das Projekt richtet sich nicht nur an klassisches Theaterpublikum, sondern bewusst auch an ein jüngeres Publikum sowie an Besucherinnen und Besucher aus der gesamten Region. Empfohlen wird die Aufführung ab 15 Jahren.
Die bereitgestellten Mittel tragen insbesondere dazu bei, die besonderen Anforderungen einer Open-Air-Produktion zu realisieren. Dazu zählen unter anderem der Bau von Bühne und Tribüne, wetterfeste Technik sowie infrastrukturelle und sicherheitsrelevante Maßnahmen.
Mit der Förderung erhält das Projekt nicht nur finanzielle Unterstützung, sie ist auch ein wichtiges kulturpolitisches Signal für die Bedeutung des Theaters in der Region.