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"Brücke zwischen Klassenzimmer und Wirtschaft"

Ausbildungsspeed-Dating an der Berufsschule Memmingen

veröffentlicht am 15.05.2026
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Lena Wiesmüller (Personalreferentin) und Peter Weiß (Leiter Aus- und Weiterbildung) von der Fa. Kolb im Gespräch mit einem Schüler. Foto: Monika Ambronn

Memmingen (dl/as). Direkter Kontakt statt aufwendiger Bewerbungsverfahren: Beim Ausbildungsspeed-Dating an der Staatliches Kaufmännisches Berufsbildungszentrum Jakob Küner konnten Schülerinnen und Schüler der Berufsintegrations- und Berufsvorbereitungsklassen unkompliziert mit regionalen Unternehmen ins Gespräch kommen.

Rund 40 Jugendliche nutzten die Gelegenheit, sich bei acht Unternehmen aus der Region über Praktikums- und Ausbildungsplätze zu informieren und erste Kontakte zu knüpfen. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Berufsberatung und dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Memmingen in Zusammenarbeit mit der Berufsschule und den beteiligten Firmen.

Die sogenannten BIK- und BVJ-Klassen richten sich insbesondere an junge Menschen, die zunächst Deutsch lernen oder noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Ziel des Projekttages war es deshalb, Hemmschwellen abzubauen und Jugendlichen den Einstieg in die Arbeitswelt zu erleichtern – gleichzeitig suchen viele Unternehmen in der Region weiterhin dringend Nachwuchskräfte.

Das Angebot war vielfältig: Vorgestellt wurden Ausbildungsberufe vom Anlagenmechaniker über das Bäckerhandwerk bis hin zum Fachlageristen. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich direkt vor Ort präsentieren, Fragen stellen und potenzielle Arbeitgeber kennenlernen.

„Eine Bewerbung bei einem Betrieb, den sie nicht kennen, ist für Schüler oft ein großer Hemmschuh“, erklärt Liliane Junghans. „Dieser direkte, persönliche Kontakt hilft den Schülern wie den Firmen, sich unkompliziert zu beschnuppern.“

Auch Günter Rueß zieht eine positive Bilanz: „Der Projekttag war eine tolle Brücke zwischen Klassenzimmer und regionaler Wirtschaft.“

Die beteiligten Unternehmen begrüßten vor allem den unkomplizierten Austausch. Verena Bauknecht betonte: „Die Hürden sind niedrig und man lernt sich auf einfachem Weg kennen.“

Auch bei den Jugendlichen kam das Format gut an. Ein Schüler freute sich besonders über den direkten Kontakt zu einem Unternehmen: „Alle waren sehr freundlich und haben mir alles gut erklärt.“ Ein anderer sagte: „Es ist cool, dass so große Firmen direkt zu uns in die Schule kommen.“