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Europawahl ab 16

Deutschland wählt am 9. Juni

veröffentlicht am 13.05.2024
Europawahl

Im Juni wird das neue Europaparlament gewählt. Foto: pixabay

(sg). Noch vor der Fußball-Europameisterschaft im Juni findet die Europawahl statt - vom 6. bis 9. Juni wählen alle Bürger der Europäischen Union (EU) zum zehnten Mal das Europäische Parlament. In Deutschland ist am Sonntag, 9. Juni, Wahltag. Ein Novum ist das in einigen Ländern gesenkte Wahlalter, in Deutschland auf 16 Jahre.

Gewählt wird innerhalb der EU nicht nach einem einheitlichen europäischen Wahlrecht, sondern nach nationalen Wahlgesetzen. In der Bundesrepublik regeln das Europawahlgesetz und die Europawahlordnung das Wahlverfahren. Anders als bei Bundestagswahlen gibt es bei der Europawahl keine Wahlkreise - Wahlgebiet ist das gesamte Gebiet der Bundesrepublik Deutschland.

In der kommenden Wahlperiode soll die Abgeordnetenzahl im Europaparlament von derzeit 705 auf 720 steigen, 96 davon aus Deutschland. Vor dem Brexit 2020 waren es 751 Abgeordnete.

Ablauf

Bei der Europawahl hat jeder eine Stimme. Diesmal darf in Deutschland jeder wählen, der das 16. Lebensjahr vollendet hat. Auch in Belgien, Malta und Österreich dürfen 16-Jährige wählen. In Griechenland muss man 17 Jahre, in den übrigen Mitgliedstaaten 18 Jahre alt sein.

Die Teilnahme kann durch den Besuch des Wahllokals am Wahltag oder per Briefwahl erfolgen. Wer in Deutschland gemeldet und wahlberechtigt ist, sollte bis zum 19. Mai eine Wahlbenachrichtigung erhalten. Für die Briefwahl muss bei der Gemeinde am Hauptwohnort ein sogenannter Wahlschein beantragt werden - die Wahlunterlagen müssen dann bis 18 Uhr am Wahlsonntag, 9. Juni, an die zuständige Behörde zurückgeschickt werden.

Mit dem Kreuz auf dem Wahlzettel wird eine politische Partei oder eine politische Vereinigung gewählt. Dabei werden keine bestimmten Kandidaten der Partei gewählt, sondern eine Wahlliste. Je mehr Stimmen für die einzelnen Listen, desto mehr Personen kommen in das Europäische Parlament.