Die Jury lobte die gelungene Transformation des Doppelhauses in der Hinteren Gerbergasse 3 und 3 ½ mit der neuen klareren Fassaden- und Gaubengestaltung. Fotos: Manuela Frieß/ Pressestelle Stadt Memmingen
Nach umfassender Restaurierung ausgezeichnet wurde das Gebäude in der Herrenstraße 18. Vor allem die aufwändigen Faschen um Fenster und Tor werten das Haus auf.
Memmingen (dl/as). Die Memmingen zeichnet auch in diesem Jahr zwei herausragende Sanierungsprojekte mit dem Fassadenpreis aus. Die Auszeichnung wird bereits seit über 50 Jahren vergeben und würdigt gelungene Beiträge zur Erhaltung und Weiterentwicklung des historischen Stadtbildes.
„Die Bauträgerinnen und Bauträger haben hier vorbildlich modernisiert. Beide Häuser wirken sich positiv auf die Umgebung aus und zeigen, dass gestalterische Lebendigkeit und historisches Fingerspitzengefühl Hand in Hand gehen können“, betont Oberbürgermeister Jan Rothenbacher. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde dankte er den Eigentümerfamilien und Planern für ihr Engagement, das wesentlich zum Erhalt des besonderen Memminger Stadtbildes beiträgt.
Gebäude Herrenstraße 18
Eine Auszeichnung erhielt die umfassende Restaurierung des Gebäudes in der Herrenstraße 18. Die Jury hob insbesondere die hohe gestalterische Sensibilität, die denkmalpflegerische Qualität und das klare architektonische Konzept hervor. Das Projekt zeige beispielhaft, dass die behutsame Weiterentwicklung historischer Bausubstanz eine wichtige Grundlage für zeitgemäße Architektur sein kann. Stadtplanungsamtsleiter Uwe Weißfloch würdigte das Engagement des Planers und Eigentümers Roland Niedermeier als nachhaltigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Altstadt. Das Gebäude ist Teil einer größeren Sanierungsmaßnahme in der Herrenstraße und der Buchdruckergasse, die das Quartier in den kommenden Jahren weiter aufwerten wird.
Hintere Gerbergasse 3 und 3 ½
Ebenfalls ausgezeichnet wurde die gelungene Transformation des Doppelhauses in der Hinteren Gerbergasse 3 und 3 ½ durch zwei Familien aus Buxheim. Mit ihrer klaren und ruhigen Fassadengestaltung setzt die Sanierung nicht nur am Gebäude selbst Maßstäbe, sondern wirkt sich auch positiv auf den umliegenden Stadtraum aus. Die Straße gewinnt durch die Maßnahme deutlich an Struktur, Wertigkeit und Identität. Laut Jury trägt das Projekt wesentlich zur Aufwertung des öffentlichen Raums bei und verleiht ihm eine neue, qualitätvolle Prägung.
Stadtplaner Uwe Weißfloch unterstreicht, dass die Sanierung eindrucksvoll das Potenzial auch vermeintlich unscheinbarer oder nicht denkmalgeschützter Gebäude aufzeige und deren Bedeutung für die Entwicklung historischer Stadtstrukturen sichtbar mache.
Beide Projekte wurden mit einem Preisgeld von jeweils 2.000 Euro ausgezeichnet.