Söder „zum Anfassen“

Bayerischer Ministerpräsident zu Gast im Cineplex

veröffentlicht am 24.11.2022

Markus Söder und Ralf Exel durften in Kinosesseln Platz nehmen. Foto: Wolfgang Radeck

Memmingen (sg). Die bayerischen Landtagswahlen 2023 werfen ihre Schatten voraus. Bürgernah präsentierte sich Ministerpräsident Dr. Markus Söder im voll besetzten Kinosaal 8 des Cineplex Memmingen. Er sprach kurzweilig über aktuelle politische Themen, sein privates Leben und was ihn vor allem politisch antreibt.

Der amtierende Ministerpräsident Dr. Markus Söder gab sich in entspannter Kinoatmosphäre unter Moderation von Ralf Exel von SAT. 1 Bayern bürgernah, getreu dem Motto der Kinotour „Söder persönlich“. Vor rund 170 Zuhörern machte der 55jährige zunächst einen Ausflug in seine Lebensgeschichte. Der studierte Jurist habe nie geplant eine politische Karriere anzustreben. Es mache ihm einfach „total Freude“ und Stück für Stück habe sich „so manches ergeben“. In Nürnberg geboren und aufgewachsen, liebt Söder seine Heimat Bayern. Kino, Fußball und Sport füllen seine Freizeit. Im Glauben findet er Kraft.
Kein politisches Leben sei frei von Fehlern - so wie kein Leben - gab Söder zu. Die Coronazeit sei gerade am Anfang das Herausforderndste gewesen, das er je erlebt habe. „Ich bin mir vorgekommen wie in einer Kriegssituation.“ Seine Überzeugung: „Eine Welle brichst du, wenn du das Maximale machst. Deshalb habe ich so entschieden.“
In der aktuellen Bürgergelddebatte findet der Ministerpräsident den Grundgedanken der Solidarität richtig. Aber es dürfe nicht sein, dass Menschen, die nicht arbeiten das Gleiche kriegen wie arbeitende Menschen. Arbeit müsse belohnt werden.

Die Menschen im eigenen Land nicht vergessen

Die politisch tagesaktuellen Themen Ukrainekrieg und Energiekrise waren natürlich auch Thema. „Wir helfen den Menschen aus der Ukraine, das hat top Priorität – aber wir dürfen auch die Menschen im eigenen Land nicht vergessen“, so Söder. Insbesondere das Thema Energie bewege ihn sehr: „Die Vorbereitung auf diesen Winter ist nicht optimal. Wirklich durchdacht und schlüssig ist das nicht.“ Was kommt nach dem Winter – russisches Gas werde es nicht mehr geben. Es gebe Gasvorkommen im eigenen Land, ebenso könne die Reaktivierung der Kernkraft in Deutschland helfen – was besser sei, als auf Kernkraft aus Frankreich zu hoffen oder Fracking-Gas aus Übersee zu beziehen. Zudem tue Söder alles dafür alternative Energien in Bayern auszubauen, beispielsweise die Umwandlung von Wasserstoff voranzutreiben.