Gratulation zur Wahl (v. li.): Dritte Bürgermeisterin Petra Beer, Oberbürgermeister Jan Rothenbacher und Zweiter Bürgermeister Michael Ruppert Fotos: Alexandra Wehr/ Pressestelle Stadt Memmingen
Memmingen (dl/as). Mit einer konstituierenden Sitzung ist der neue Stadtrat der Memmingen offiziell in die Amtsperiode 2026 bis 2032 gestartet. Oberbürgermeister Jan Rothenbacher vereidigte 15 neu gewählte Stadträtinnen und Stadträte. Zudem wurden die Stellvertreter des Oberbürgermeisters gewählt: Michael Ruppert übernimmt künftig das Amt des Zweiten Bürgermeisters, Petra Beer wurde zur Dritten Bürgermeisterin gewählt.
Die neue Wahlperiode begann mit einer ökumenischen Andacht in der Kirche St. Johann. Dekan Christoph Schieder und Stadtpfarrer Joshy Palakunnel stellten die Arbeit des neuen Stadtrats unter Gottes Segen. Gemeinsam gedachten die Anwesenden zudem des 14-jährigen Jugendlichen, der wenige Tage zuvor in Memmingen gewaltsam ums Leben gekommen war.
In seiner Ansprache würdigte Oberbürgermeister Rothenbacher die Verantwortung des kommunalpolitischen Ehrenamts: „Es geht um Verantwortung, Engagement und darum, die unterschiedlichen Interessen und Anliegen der Stadtgesellschaft zusammenzuführen.“ Der Stadtrat habe dabei die Aufgabe, die Arbeit von Verwaltung und Oberbürgermeister kritisch und konstruktiv zu begleiten.
Michael Ruppert ist Zweiter Bürgermeister
Für das Amt des Zweiten Bürgermeisters gab es mit Michael Ruppert (CSU) einen Kandidaten, der im ersten Wahlgang gewählt wurde. Der 58-Jährige gehört dem Stadtrat seit 2020 an und war in der vergangenen Wahlperiode Referent für Finanzen, Grundstücke und Einzelhandel.
Petra Beer als Dritte Bürgermeisterin gewählt
Bei der Wahl zur Dritten Bürgermeisterin kandidierten Petra Beer (SPD), Dr. Monika Schunk und Kathrin Fleschhut. Nach einer Stichwahl setzte sich Petra Beer mit 21 Stimmen gegen Dr. Monika Schunk durch.
Petra Beer gehört dem Stadtrat bereits seit 2002 an und ist seit 2014 stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion. Zudem engagiert sie sich seit vielen Jahren auf Bezirksebene und ist stellvertretende Bezirkstagspräsidentin.
Im weiteren Verlauf der Sitzung beschloss der Stadtrat einstimmig die Bildung und Besetzung der Ausschüsse sowie die Zusammensetzung weiterer Gremien und Zweckverbände. Ebenfalls einstimmig verabschiedet wurde die neue Geschäftsordnung. Für die Berechnung der Sitzverteilung in den Ausschüssen gilt künftig wieder das Hare-Niemeyer-Verfahren, das bereits vor 2020 angewendet wurde.